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40 Grad erwartet: Was die Hitze mit Deutschland macht

40 Grad erwartet: Was die Hitze mit Deutschland macht
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Deutschland schwitzt! Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Für Freitag und das Wochenende gelten fast überall Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Im Westen und Südwesten klettern die Temperaturen auf bis zu 38 Grad. Und die Meteorologen haben keine guten Nachrichten: Auch am Wochenende und in der neuen Woche bleibt es heiß. Im Südwesten könnte sogar die 40-Grad-Marke fallen.

Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad gibt es für viele nur ein Ziel: Wasser! Ob Badesee, Ostseestrand oder Freibad – überall suchen Menschen die schnelle Abkühlung. Wer am Wochenende noch einen ruhigen Platz am See ergattern will, braucht Glück.

Auch Tiere leiden unter der Hitze. In vielen Zoos gibt es deshalb Eiswürfel mit Früchten, gekühlte Leckereien und zusätzliche Duschen für Affen, Bären und andere Bewohner. Tierpfleger sorgen für Schattenplätze und jede Menge frisches Wasser.

Kirchen werden zu kühlen Oasen

Wer keine Lust auf überfüllte Badestellen hat, findet die Abkühlung oft an einem überraschenden Ort: in Kirchen. Viele Gotteshäuser sind tagsüber geöffnet. Dank ihrer dicken Steinmauern bleibt es dort selbst an heißen Tagen angenehm kühl. Während draußen 35 Grad herrschen, lässt es sich in den alten Gemäuern oft deutlich besser aushalten. Auch Kinos erleben an Hitzetagen eine kleine Renaissance. Die meisten Säle sind klimatisiert und bieten für ein paar Stunden eine angenehme Flucht vor der Sommerhitze.

Abtauchen im Atombunker

Noch kühler wird es tief unter der Erde. Museen gehören ohnehin zu den angenehmsten Orten an heißen Tagen. Besonders außergewöhnlich ist der ehemalige DDR-Atombunker Harnekop in Brandenburg. Dort werden Führungen durch die einst streng geheime Anlage angeboten – bei Temperaturen, die weit entfernt von der Hitzewelle liegen.

Deutschlands kühlste Geheimtipps

Wer raus in die Natur möchte, muss nicht zwangsläufig an den See. Im Norden Brandenburgs spenden dichte Laubwälder Schatten. Ein echter Geheimtipp – auch wenn der Name etwas irreführend ist – ist die Kochquelle bei Kunsterspring. Trotz Sommerhitze hat das Wasser dort ganzjährig nur etwa acht Grad. Perfekt zum Abkühlen.

Stand-up-Paddling statt Hitzestau

Viele verbinden die Abkühlung gleich mit Bewegung. Stand-up-Paddling auf Havel, Spree oder Seen wird immer beliebter. Auch Kajaktouren durch den Spreewald stehen hoch im Kurs. Wer lieber zuschaut, findet auf Wasserspielplätzen Abkühlung. Im Volkspark Potsdam planschen Kinder zwischen Wasserbecken, Flößen und wasserspeienden Figuren.

Wassernebel gegen 35 Grad

In Cottbus (Brandenburg) setzt die Stadt sogar auf technische Hilfe. Dort wurde in der Innenstadt eine Wassernebelanlage aufgebaut, die feine Wassertröpfchen versprüht und für Erfrischung sorgen soll. Außerdem gibt es eine sogenannte Klima-Kiste – einen bepflanzten Holzpavillon mit Schatten, Wasser und deutlich angenehmeren Temperaturen.

Kliniken bereiten sich vor

Die Hitze hat längst auch die Krankenhäuser erreicht. Notaufnahmen rechnen mit mehr Patienten, die über Kreislaufprobleme, Schwindel oder Kopfschmerzen klagen. Ärzte empfehlen deshalb: viel trinken, Schatten aufsuchen, Alkohol vermeiden, leichte Kost essen, Sport möglichst nur morgens oder abends treiben. Besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sollten auf sich achten.

Gefahr im Auto

Besonders gefährlich wird die Hitze im geparkten Auto. Innerhalb weniger Minuten können dort lebensgefährliche Temperaturen entstehen. Deshalb gilt: Kinder oder Haustiere niemals im Auto zurücklassen – auch nicht für einen kurzen Einkauf.

Und jetzt kommen auch noch Gewitter

Zur Hitze gesellen sich am Wochenende örtlich kräftige Gewitter. Meteorologen warnen vor Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Deutschland erlebt damit ein Wetter-Wochenende der Extreme: Tagsüber wird geschwitzt. Abends drohen Gewitter.

Und die große Frage bleibt: Wann kommt endlich die Abkühlung? Die Antwort der Wetterexperten fällt derzeit ernüchternd aus: Noch nicht.

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