Sieg für Sieg in Richtung Spitze. Es ist schon jetzt das beste Jahr in der Karriere des Alexander Zverev (29). Zwei Grand-Slam-Siege (French Open, US Open) und zum Jahresende könnte er sogar noch den Thron der Tennis-Welt erobern. Der aktuelle Weltranglistenerste Jannik Sinner wird ihn dabei nicht aufhalten können.
Nach nur 55 Minuten ist der Arbeitstag des Hamburgers schon wieder beendet. 6:0, 6:3 – durch einen klaren Zwei-Satz-Sieg über den „Local Hero“ Juncheng Shang zieht Zverev beim ATP-Turnier in Peking souverän ins Viertelfinale ein. Dort trifft er auf die lebende Legende Novak Djokovic aus Serbien.
Gegner SHANGcenlos – Zverev locker ins Viertelfinale
Zverev nach dem Spiel: „Für mich lief es ziemlich glatt heute. Ich hoffe, es geht so weiter für mich. Morgen wartet ein schwerer Gegner auf mich. Novak hat hier noch nie verloren und liebt den Court. Aber ich bin bereit.“
In den letzten Wochen eilt Zverev von Erfolg zu Erfolg. Der Triumph bei den US Open in New York, dann der Erfolg über Kroatien im Davis Cup und zuletzt der Sieg mit dem Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt. Doch es kann noch besser kommen.
Am Samstag gab Sinner in den sozialen Netzwerken bekannt, dass er nicht am Shanghai Masters teilnehmen wird. Der Italiener fehlt nun schon seit August wegen einer Knieverletzung auf der Tour. Das erhöht die Chancen von Zverev, noch in diesem Jahr Weltranglistenerster zu werden.
Der Deutsche liegt nur noch 1330 Punkte hinter Sinner. Im Februar waren es noch 9000 Punkte. Mit jedem weiteren Sieg verringert sich der Rückstand. Setzt Zverev seine Siegesserie fort, könnte er schon nach dem Turnier in Shanghai die Spitze der Weltrangliste erobern.
Der letzte (und bisher einzige) deutsche Weltranglistenerste bei den Männern war Boris Becker (58) bis September 1991. Die Tennis-Ikone bei „sporteurope.tv“: „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird.“