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Alexandra Eala: WTA droht mit 10.000-Dollar-Strafe

Alexandra Eala: WTA droht mit 10.000-Dollar-Strafe
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Da hat wohl jemand den Schuss nicht gehört! Weil Alexandra Eala (21) für die Philippinen bei den Asien-Spielen antritt, wird sie von der Frauentennis-Organisation WTA wohl zu 10.000 Dollar Strafe verurteilt. Der Grund: Sie kann wegen ihrer Teilnahme in Nagoya (Japan) nicht beim Masters in Peking teilnehmen. Masters-Turniere zählen jedoch neben den Grand Slams zu den Pflichtveranstaltungen der Top-Profis. Nach Meinung der WTA hätte die Nummer 18 der Welt also dem philippinischen Verband absagen müssen.

Doch das kam für den Shooting-Star nicht infrage, besonders, weil sie Fahnenträgerin der Philippinen ist. Eala: „Ich liebe es, für die Philippinen zu spielen. Es herrscht eine richtig tolle Atmosphäre, und ich genieße es immer, mit dem Team zusammen zu sein.“ Der philippinische Verband beantragte eine Ausnahmegenehmigung für Eala bei der WTA, aber die lehnte ab. Ungestraft nicht spielen darf man bei Pflichtturnieren nur, wenn man nachweislich verletzt ist.

Für Eala geht es neben Ruhm und Ehre für die Heimat, wo sie ein absoluter Superstar ist, auch schon um Olympia. Die Sieger bei Männern und Frauen bekommen das Ticket für Los Angeles 2028. Der Weg dahin scheint für sie frei zu sein, nachdem sich die anderen asiatischen Superstars Naomi Osaka (28/Japan), Janice Tjen (24/Indonesien) und Olympiasiegerin Qinwen Zheng (23/China) dem Druck der WTA gebeugt haben. Eala ist an Nummer 1 gesetzt.

Zahlt Regierung Ealas Strafe?

Dass die Philippinin sehr gern für ihr Land startet, ist nicht neu. Bei den Asienspielen 2023 in Hangzhou (China) holte sie Bronze im Einzel und Mixed, bei den Südostasienspielen 2025 in Bangkok Gold im Einzel sowie Bronze im Mixed und Team. Im Billie-Jean-King-Cup ist sie bislang ungeschlagen, gewann alle ihre vier Einzel.

Der Affront der WTA gegen Eala zieht seine Kreise – schon bevor die Strafe verhängt wird – bis in die Politik. Das philippinische Parlament diskutierte darüber, ob die Regierung die Geldstrafe übernehmen könnte. Senator Erwin Tulfo (62) sprach das Thema in seiner Rede zur parlamentarischen Frage am 15. September an und forderte die Regierung auf, Möglichkeiten zur Unterstützung von Eala zu prüfen, falls sie bestraft würde.

„Wenn sie eine Geldstrafe zahlen muss, weil sie sich entschieden hat, unser Volk zu vertreten, ist es dann nicht nur gerecht, dass die Regierung ihr Hilfe und Unterstützung zukommen lässt?“, sagte Tulfo. „Verglichen mit der Ehre, eine unserer besten Athletinnen unseres Landes dabei zu haben, ist das meiner Meinung nach ein Preis, der sich lohnt. Wir sollten Alex nicht in eine Situation bringen, in der sie sich entscheiden muss. Sie hat sich entschieden, für die Philippinen und nicht für ein Profiturnier zu spielen. Sie sollte diese Last nicht allein tragen müssen.“

Zum jetzigen Zeitpunkt hat die philippinische Regierung noch keine derartige Zusage gegeben. Bei den US Open war Eala in der 3. Runde an einem anderen Supertalent, der Amerikanerin Iva Jovic (18), gescheitert. Danach besuchte sie Modemessen und hatte unzählige PR-Termine. Die Asienspiele würden ihre Popularität in Asien noch weiter steigern als ohnehin schon.

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