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Bei WM: Deutsche Schach-Sensation gegen „Analperlen-Betrüger“

Bei WM: Deutsche Schach-Sensation gegen „Analperlen-Betrüger“
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Samarkand (Usbekistan) – Bei der Schach-Olympiade in Samarkand (Usbekistan) hat die deutsche Männermannschaft auch ihr fünftes Match gewonnen und damit einen weiteren Topfavoriten gestürzt. Mit 2,5:1,5 bezwang das Team die USA, die mit Fabiano Caruana (34), Wesley So (32), Hans Moke Niemann (23) und Levon Aronian (43) nicht nur die Nummer eins der Setzliste sind, sondern zuvor ebenfalls ohne Punktverlust durch das Turnier marschiert waren. Matchwinner wurde Frederik Svane (22). Er bezwang den Amerikaner Hans Niemann, der zu den größten Stars der Schachszene zählt, aber auch immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

Weltmeister Carlsen wirft indirekt Betrug vor

2022 warf Weltmeister Magnus Carlsen (35) ihm indirekt Betrug vor. Im Mittelpunkt der Debatte standen Spekulationen über unerlaubte technische Hilfsmittel. Im Gespräch war dabei ein möglicher Betrug mit „Analperlen“. Beweise für die Vorwürfe wurden allerdings nie erbracht. Niemann räumte lediglich ein, im Alter von zwölf und 16 Jahren bei Online-Turnieren betrogen zu haben, bestritt jedoch stets jeglichen Betrug bei Partien am Brett. Die deutsche Nummer eins Vincent Keymer (21/Rang 6 der Welt) trennte sich von Caruana (Rang 3 der Welt) in einem spektakulären Duell Remis, Matthias Blübaum (29) rang Wesley So nach langem Kampf einen halben Punkt ab und Alexander Donchenko (28) spielte gegen Aronian ebenfalls unentschieden.

Die Entscheidung fiel damit an Brett drei: Frederik Svane gewann gegen Niemann und sicherte Deutschland den prestigeträchtigen Erfolg. Svane sagte anschließend: „Dieser Sieg sind richtige Big Points für uns und gibt uns auch Aufwind für die nächsten paar Runden.“ Der Traum von einer Medaille lebt damit weiter. Keymer hatte die Zielsetzung bereits vor dem Start der Olympiade im BILD-Interview deutlich formuliert: „Wir wollen um eine Medaille spielen. Die Konkurrenz ist extrem eng, deshalb wäre auch ein Platz unter den Top Ten ein starkes Ergebnis.“ Doch der Weg dorthin bleibt schwer.

Am Montag wartet ab 12 Uhr mit China bereits der nächste Top-Gegner. Bundestrainer Jan Gustafsson (47) sagt: „China ist an vier gesetzt, eine der Topmannschaften des Turniers. Wieder ein sehr hartes Match.“ Auch die deutschen Frauen sind am Montag gefordert. Sie treffen ab 15 Uhr auf Rumänien, einen unangenehmen und gefährlichen Gegner.

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