Immer mehr Europäer warnen vor einem möglichen Angriff Wladimir Putins (73) auf die Nato. Nun äußert sich Großbritanniens Premierminister Keir Starmer (63). Er glaubt, dass Russland schon in vier Jahren so weit sein könnte. Beim Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland sagte Starmer: „Nach Einschätzung unserer Geheimdienste und anderer Nato-Staaten könnte es bereits 2030 zu einem Angriff Russlands auf die Nato kommen. Sie verstehen also, welche Dringlichkeit und Bedeutung wir diesem Thema derzeit beimessen.“
Ähnlich hatten sich in den vergangenen Monaten bereits andere europäische Spitzenpolitiker geäußert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) hatte vergangenen Dezember vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet binnen fünf Jahren gewarnt. Die Bundeswehr geht nach Aussagen von Generalinspekteur Carsten Breuer (61) davon aus, dass Russland sogar ab 2029 zu einem groß angelegten Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein könnte.
Experte: „gefährlichster Zeitraum“
In einem Interview mit der Rundfunkanstalt BBC hatte zuvor der britische Generalstabschef Richard Knighton (57) gesagt, dies sei der „gefährlichste Zeitraum“ seiner 35-jährigen militärischen Laufbahn. Deshalb müssten Großbritannien und seine Verbündeten aufrüsten, um „unsere Gegner abzuhalten, etwas Unüberlegtes zu tun“.
Starmer kündigte einen Zehn-Jahres-Plan an, um Großbritanniens Verteidigung zu stärken. Dieser solle vor dem am 7. Juli beginnenden Nato-Gipfel veröffentlicht werden.