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Deutsche Metall-Firma macht zwei Fabriken dicht

Deutsche Metall-Firma macht zwei Fabriken dicht
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Rheinfelden – Der nächste Schlag für die deutsche Metallindustrie: Ein traditionsreicher Zulieferer der Autobranche will zwei Geschäftsbereiche einstellen. Diesmal trifft es Produktionswerke der Aluminium Rheinfelden Group. Fest steht bereits: Die beiden Anlagen sollen komplett schließen.

Die Aluminium Rheinfelden Alloys GmbH und die Aluminium Rheinfelden Semis GmbH haben beim Amtsgericht am 16. Juli Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. 1898 wurde die Aluminium Rheinfelden Group als erste Aluminiumhütte Deutschlands gegründet.

Was in den Fabriken produziert wird

Rheinfelden Semis liefert sogenannte Butzen – das sind Rohlinge aus Aluminium –, die etwa für Spraydosen verwendet werden. Rheinfelden Alloys produziert Legierungen für Maschinenbau und Automobilbranche. Von den Schließungen in Baden-Württemberg sind rund 185 Beschäftigte betroffen. Die Geschäftsführung will nun gemeinsam mit dem Betriebsrat über sozialverträgliche Lösungen verhandeln. Geschäftsführer Matthias Ohlmer sagt: „Mit den Anträgen schaffen wir die Voraussetzungen für eine geordnete Neuausrichtung.“ Bei dem Unternehmensumbau berät ein Team von der Kanzlei Schultze & Braun.

So kam es zu den Insolvenzen

Als Grund für die Krise nennt die Firma die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Durch die stark gestiegenen Energiekosten in Deutschland und die schwächere Nachfrage aus der Automobilindustrie hat sich die Wettbewerbsposition gerade im energieintensiven Aluminiumbereich gegenüber internationalen Anbietern deutlich verschlechtert“, erklärt Teamleiter Detlef Specovius von Schultze & Braun gegenüber BILD. Die Folge: Unter diesen Bedingungen sei eine „wirtschaftlich tragfähige Fortführung“ der Aluminiumverarbeitung nicht mehr möglich.

Wie es für das Unternehmen weitergeht

Nicht betroffen ist Rheinfelden Carbon Products. Das Unternehmen soll künftig den alleinigen Fokus der Gruppe bilden. Die Tochter stellt Produkte für die metallverarbeitende Industrie her und gilt als technologisch führend. Rund 50 Menschen arbeiten dort. Parallel sucht die Gruppe nach neuen Perspektiven für den Standort. Insgesamt beschäftigt sie rund 235 Mitarbeiter am Standort Rheinfelden. Seit dem 16. April 2021 gehört die Gruppe zum russischen Unternehmen UC RUSAL, dem größten Produzenten von kohlenstoffarmem Aluminium.

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