Bei einem Angriff auf ein türkisches Fischereischiff im Schwarzen Meer ist nach Angaben der türkischen Behörden ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff am Freitag zudem verletzt worden, teilte die Küstenwache mit.
Der Angriff ereignete sich demnach westlich der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Die Umstände des Vorfalls waren zunächst unklar, auch machten die Behörden keine Angaben dazu, wer möglicherweise dafür verantwortlich war.
Der Angriff richtete sich der Küstenwachen-Erklärung zufolge gegen den unter türkischer Flagge fahrenden Fischkutter „Duru 67“ vor der Küste von Sewastopol. Das Schiff sank demnach nach dem Angriff.
Weiteres Boot rettet vier Leben
Die türkischsprachige Tageszeitung Hürriyet berichtet, dass ein weiteres Fischerboot mit dem Namen „Burak Kaya“, das sich in der Nähe befand, fünf Verletzte von dem sinkenden Boot rettete. Einer der Schwerverletzten an Bord des Bootes, das Kurs auf İnebolu genommen hatte, verstarb während des Transports.
Nach Eingang der Meldung legte das Küstenwachenschiff „TCSG-96“ um 12:35 Uhr vom Hafen İnebolu ab, heißt es. An Bord befand sich ein 19-köpfiges spezialisiertes Ärzteteam. Es bestand aus vier Ärzten, 15 UMKE-Mitarbeitern (Nationales Medizinisches Rettungsteam), Krankenschwestern und Hilfssanitätern.Die zugeteilte Einheit erreichte das Fischerboot „Burak Kaya“ um 19:20 Uhr. Es lag 115 Seemeilen vom Hafen İnebolu entfernt im nördlichen Teil der türkischen Such- und Rettungsregion.
Die Leiche des verstorbenen Fischers und die Verletzten wurden an Bord des Küstenwachenschiffs gebracht. Die Verletzten wurden medizinisch versorgt, anschließend kehrte das Schiff in den Hafen von İnebolu zurück.