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Eltern trauern um erstochenen Marius: „Eigentlich wollen wir nur, dass er zurückkommt“

Eltern trauern um erstochenen Marius: „Eigentlich wollen wir nur, dass er zurückkommt“
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Trier (Rheinland-Pfalz) – „Marius soll niemals vergessen werden.“ Es ist der bewegende Wunsch eines Vaters und einer Mutter, die ihren Sohn verloren haben: Ein Afghane hat ihn auf der Straße mit einem Messer attackiert, dabei tödlich verletzt. Laut Polizei war Student Marius (22) ein „Zufallsopfer“. Auch Tage nach der sinnlosen Bluttat finden die Eltern Thomas (59) und Elke Dick (56) kaum Trost. Das Wenige, das ihnen hilft: über ihren geliebten Sohn zu sprechen.

„Wir hatten eine sehr enge Beziehung zu Marius“, sagt sein Vater zu BILD. „Auch als er sein Studium schon begonnen hatte, kam er fast jedes Wochenende nach Hause zu uns.“ Er klingt stolz dabei. Mutter Elke nickt: „Ja, wir wussten immer, was bei ihm los war, er erzählte uns immer alles.“ Vor vier Jahren hatte Marius sein Abi gemacht und war für ein Geschichtsstudium nach Trier (Rheinland-Pfalz) gezogen. Am Mittwochmorgen war Marius im Supermarkt einkaufen. Auf dem Rückweg soll ihn der Afghane Sajad M. mit einem Messer brutal aus dem Leben gerissen haben. Einer der Stiche traf nach BILD-Informationen sein Herz. Marius’ mutmaßlicher Killer gestand die Tat nach der Festnahme.

Marius schrieb an einem eigenen Buch

Im Gespräch mit der BILD-Reporterin erinnert sich Marius' Mutter an die letzte Begegnung mit ihrem Sohn. „Das war am Sonntag vor dem Verbrechen, als ich ihn zum Bahnhof fuhr“, sagt Elke Dick. „Ich war in Eile und hatte ihn nicht mal wie sonst umarmt. Das tut mir bis heute im Herzen weh.“ Niemand konnte ahnen, dass es das letzte Mal sein sollte, dass sie ihren Jungen lebend sah. Die Eltern beschreiben ihren älteren Sohn (Marius hat einen jüngeren Bruder) als „grundehrlich“. Er habe jedem seine Meinung gesagt, das Herz auf der Zunge getragen. Er habe unheimlich gerne Bücher gelesen, konnte sich viele Fakten merken. Zuletzt habe er sogar an einem eigenen Buch geschrieben.

„So etwas sollte keine Mutter erleben müssen“

Wie schafft man es als Eltern, den sinnlosen Tod seines eigenen Sohnes zu verkraften? „Um Marius nahe zu sein, habe ich die erste Nacht in seinem Zimmer verbracht. So etwas sollte keine Mutter erleben müssen“, sagt Elke. Und weiter: „Wir erfahren von so vielen Menschen ehrliche Anteilnahme und Unterstützung. Ansonsten würden wir diese Tragödie nicht ertragen.“ Das Paar will für Gerechtigkeit kämpfen, hat über einen Anwalt Nebenklage eingereicht. „Wir werden bei den Verhandlungen dabei sein. Das sind wir Marius schuldig.“ Von der Politik erwartet Elke, die sich selbst seit Jahren ehrenamtlich in der CDU engagiert, „echte Lösungen, damit so etwas nie wieder passieren und der nächste Mord vermieden werden kann.“

Doch bei allen Gedanken an Konsequenzen und Zukunft wünschen sich Eltern vor allem eines: „Eigentlich wollen wir nur, dass Marius zurückkommt.“ Dass er wieder in der Tür steht und ‚Hallo, Mama und Papa‘ sagt. „Doch das wird er nicht“, sagt Vater Thomas. „Dieser Verlust ist immer noch so unwirklich für uns. Wir sind wie unter Schock.“

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