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FC Germania Mallorca: Thorsten Legat und seine Ballermänner

FC Germania Mallorca: Thorsten Legat und seine Ballermänner
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Sonntag startet Thorsten Legat (57) mit dem FC Germania Mallorca in die Saison. Der Ex-Bundesliga-Profi und Reality-Star will mit dem neu gegründeten Klub in Spaniens 1. Liga. BILD besuchte den Trainer am Ballermann.

Der Trainer ist hier der Star! Schweißperlen glänzen auf seinem kahlen Schädel, das T-Shirt ist längst durchgeschwitzt. Legat steht an der Seitenlinie, gestikuliert wild und ruft Anweisungen aufs Spielfeld. Die Sonne brennt gnadenlos. 37 Grad, definitiv nicht das ideale Wetter für Leistungssport. Doch wer große Ziele hat, darf sich davon nicht aufhalten lassen. Wie Legats Ballermänner vom FC Germania Mallorca.

„From Zero to La Liga“ heißt das ambitionierte Projekt, das „Mr. Kasalla“ und drei Mitstreiter ins Leben gerufen haben. Sie gründeten vor etwa drei Monaten den ersten deutschen Fußballverein auf der Balearen-Insel.

Präsident Amir Aziz (34/Immobilienhändler aus Dubai mit Wohnsitz auf Mallorca), „Vize“ Nick Pinior (30/Unternehmer und Teammanager), Reality-Star Aleks Petrovic (35/zuständig für Social Media, Marketing und allgemeines Management) sowie Chefcoach Legat wollen hoch hinaus. Ihr Traum: der Durchmarsch von der 8. bis in Spaniens 1. Liga.

Legat: „Der FC Germania ist unser Baby, das wir zu einem starken Kämpfer ranziehen wollen. Ich weiß, dass es auf den ersten Blick wie eine Spinnerei wirkt. Aber glaubt mir: Unsere Strategie geht auf! Davon sind wir zu 1000 Prozent überzeugt.“

Einen Großteil ihrer Spieler haben sie aus Deutschland geholt. Kapitän ist Bastian Müller (35). Der Mittelfeld-Routinier (7 Dritt- und 232 Regionalliga-Einsätze) stieg noch vor zwei Jahren mit Aachen in die 3. Liga auf, verlegte danach seinen Wohnsitz samt Familie nach Mallorca.

Legat: „Er ist mein verlängerter Arm und Vertrauter, der seine Mitspieler im Griff hat und auch dann für sie da ist, wenn sie mal Heimweh oder andere Probleme haben.“

„Wir marschieren ungeschlagen durch die Saison!“

Germania Mallorca wird wie ein Profiklub aufgezogen. Die meisten Spieler wohnen in einer Gemeinschafts-Villa (200 Quadratmeter, Pool) und bekommen eine geringe Aufwandsentschädigung. Rund 2000 Bewerbungen, überwiegend aus Deutschland, sind bereits eingegangen. Die vielversprechendsten erhalten eine Casting-Einladung. Trainiert wird immer morgens von 8.30 Uhr bis 11 Uhr, sodass die Spieler – bei Bedarf – am Nachmittag noch einem Zweitjob nachgehen können. Auch bei der Beschaffung dieser Arbeitsplätze ist die Klubspitze behilflich.

Interessant: Der Gesamtetat für diese erste Saison in Spaniens unterster Liga beträgt schon jetzt laut Legat rund 400.000 Euro. Kohle, die fast ausschließlich von ortsansässigen Sponsoren stammt.

Einer der wichtigsten ist Großgastronom Carlos Lucio (47), der unter anderem Direktor des weltberühmten „Megaparks“ war und Besitzer der Disco „Sommerland“ ist. Dort werden auch alle Germania-Spiele auf einer riesigen Leinwand übertragen.

In Zukunft sollen viele Zuschauer aber zu den Spielen ins „Camp de Futbol La Nova Cabana“, rund 20 Autominuten von Palma entfernt, kommen. Vizepräsident Pinior verspricht: „Wir werden Shuttles organisieren, die die Fans in El Arenal und Palma einsammeln und zu uns bringen.“

Liga-Start ist heute (14 Uhr) gegen Campanet. In der Vorbereitung gab es fast nur Siege. Legat ist sich sicher: „Wir marschieren ungeschlagen durch die Saison! Das ist und muss unser Anspruch sein.“

Der Modus auf Malle: Die 8. Liga ist in fünf Gruppen mit jeweils 16 Teams eingeteilt. Die ersten Acht qualifizieren sich zur Saison-Hälfte für die Aufstiegsrunde. Die beiden Besten hiervon treffen wiederum in einer weiteren Runde auf die jeweiligen Topteams der übrigen Gruppen, um letztlich die Aufsteiger zu ermitteln. Legat: „Das wollen und werden wir sein!“

Dafür legt er seine Reality-Karriere auf Eis. Der Trash-TV-Star (u. a. Dschungelcamp, Villa der Versuchung): „Ich habe mich mit Haut und Haaren unserem neuen Projekt auf Mallorca verschrieben. Da kann ich nicht wochenlang für Dreharbeiten in Thailand oder wo auch immer ausfallen.“

Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Alexandra, mit der er seit 30 Jahren glücklich verheiratet ist. Sie geht weiter in Deutschland ihren Aufgaben als technische Zeichnerin nach während er den größten Teil des Jahres auf Malle verbringt, hier eine kleine Villa besitzt. Legat: „Das alles geht nur, weil unsere Kinder schon groß sind und meine Alexandra so viel Verständnis hat.“

Legats Ballermänner – jetzt wird es ernst!

Der Ex-Bundesliga-Profi (243 Spiele für Bochum, Frankfurt, Stuttgart, Werder, Schalke): „Wir sind ab jetzt immer die Gejagten, werden aufgrund unserer Möglichkeiten von vielen Gegnern regelrecht gehasst. Also werden wir sie bestrafen, indem wir ihnen die drei Punkte klauen. Basta!“

Sonst gibt es Kasalla!

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