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Fledermaus, Drache, Pferdekopf? Was sehen Sie in diesen Weltraum-Bildern?

Fledermaus, Drache, Pferdekopf? Was sehen Sie in diesen Weltraum-Bildern?
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Eine Fledermaus mit ausgebreiteten Schwingen. Ein Drache wie aus einer Märchenwelt. Ein Herz in Flammen. Oder sehen Sie etwas völlig anderes? Nachdem das spektakuläre „Auge Gottes“ viele Leser fasziniert hatte, präsentiert Astrofotograf Andreas Cordt (60) bei BILD fünf weitere Aufnahmen, die direkt aus einem Science-Fiction-Film stammen könnten.

Tatsächlich zeigen die Motive echte Himmelsobjekte aus den Tiefen des Universums. Entstanden sind die Bilder jedoch nicht in einer Sternwarte der Nasa oder ESA, sondern auf einem Balkon in Baden-Württemberg.

Cordt, der in Filderstadt bei Stuttgart lebt, beschäftigt sich seit Jahren mit der Astrofotografie. Die Begeisterung für das Weltall begleitet ihn schon seit seiner Kindheit. Heute richtet er seine Teleskope Nacht für Nacht auf ferne Nebel, Sternentstehungsgebiete und andere kosmische Phänomene. „Mit einer Kamera wird sichtbar, was dem Auge verborgen bleibt“, sagte er BILD bereits im Gespräch über das berühmte „Auge Gottes“.

Bis ein solches Foto fertig ist, braucht es weit mehr als einen Druck auf den Auslöser. Für eine Aufnahme entstehen oft Hunderte Einzelbilder. Mit speziellen Filtern macht Cordt das Leuchten verschiedener Gase sichtbar. Anschließend folgt stundenlange Computerarbeit. Allein die Nachbearbeitung kann mehr als 20 Stunden dauern.

Das Ergebnis sind Bilder, die zugleich wissenschaftlich faszinieren und die Fantasie anregen. Denn viele der gezeigten Objekte besitzen zwar nüchterne Katalognummern wie LDN 43 oder IC 443. Bekannt geworden sind sie jedoch unter deutlich einprägsameren Namen: kosmische Fledermaus, Quallennebel oder Pferdekopfnebel.

Dabei stecken hinter den Formen keine bewusst gestalteten Figuren. Die Strukturen entstehen durch gewaltige Gas- und Staubwolken, durch Sternenlicht, das Materie zum Leuchten bringt, oder durch die Überreste explodierter Sterne. Teilweise verändern sich diese Gebilde ständig, allerdings in Zeiträumen von Jahrtausenden oder sogar Millionen Jahren.

Genau das macht den Reiz der Aufnahmen aus. Denn nicht jeder Betrachter erkennt dieselben Motive. Psychologen nennen dieses Phänomen „Pareidolie“. Unser Gehirn versucht ständig, Muster zu erkennen und bekannte Formen in zufälligen Strukturen zu entdecken. Deshalb sehen wir Tiere in Wolken, Gesichter in Felsen – und manchmal eben auch Fledermäuse, Drachen, Herzen oder Pferdeköpfe in den Tiefen des Weltalls.

Und jetzt sind Sie gefragt, liebe Leser: Schauen Sie sich die fünf Aufnahmen noch einmal genau an. Welche Figuren erkennen Sie in diesen kosmischen Pinselstrichen Gottes?

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