Es ist angerichtet! Am Samstag (18 Uhr, live auf DF1) steigt im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion der diesjährige GFL Bowl. Das Finale um die deutsche Football-Krone zwischen den Dresden Monarchs und den Potsdam Royals wird zum Rekord-Event.
Die Neuauflage des Endspiels von 2025 ist ein absoluter Zuschauer-Magnet. Die 22.000 Sitzplätze sind schon so gut wie ausverkauft. Deshalb wurde jetzt auch die Stehplatz-Tribüne zum Verkauf freigegeben – der legendäre K-Block, von dem sonst die Ultras von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden das Stadion zum Kochen bringen. Eine Art Mini-Super-Bowl in Dresden!
Michael Schwarzer, Geschäftsführer des American Football Verbandes Deutschland (AFVD): „Abgesehen von den NFL-Spielen wird Dresden das größte Football-Event des Jahres in ganz Europa.“ Und GFL-Chef Axel Streich ergänzt: „Wir haben mittlerweile Reichweiten, von denen wir vor zwei Jahren nur träumen konnten.“ Sogar der 25 Jahre alte Zuschauer-Rekord des neuen Jahrtausends (23.000 in Hannover bei Braunschweig gegen Hamburg) sollte diesmal fallen.
Dafür dürften neben den vielen Football-Anhängern aus dem ganzen Land vor allem die Fans der Dresden Monarchs sorgen, die ihr Team im „Finale daheeme 2.0“ endlich siegen sehen wollen. Im Vorjahr zogen die Sachsen an gleicher Stelle in einem echten Thriller mit 23:33 den Kürzeren, haben demzufolge noch eine Rechnung offen.
Monarchs-Headcoach Greg Seamon: „Es treffen jetzt die zwei besten Teams der Liga aufeinander, wir kennen sie, sie kennen uns. Es wird ein sehr, sehr spannendes Spiel werden und wir wollen diesen Pokal unbedingt holen. Für den Verein, für die Stadt und vor allem für unsere Fans. Niemand in Europa hat solche Fans wie wir.“
Top-Star gibt Dresden-Comeback
Was für sein Team spricht: Es fügte den Potsdamern, die zuletzt dreimal in Folge Meister wurden, die einzige Saison-Niederlage zu (24:22). Außerdem kehrt mit Receiver Tyler Hudson (26) der beste Offense-Spieler der letztjährigen GFL-Saison (170 Punkte) zurück. Der US-Boy hält damit sein Versprechen, auch in diesem Jahr für die Dresdner aufzulaufen – wenn auch nur für dieses eine Spiel.
Ein Sieggarant ist das freilich nicht. „Das sind zwei Teams auf Augenhöhe, Potsdam hat keine echte Schwäche und auch keine Einzelstärke, die man einfach mal ausschalten kann. Die haben ein super Laufspiel, ein super Passspiel und auf allen Positionen richtig gute Spieler. Das macht es zu einer großartigen Herausforderung, weil du ihnen nicht einfach eine Sache wegnehmen kannst und dann läuft das“, schätzt Monarchs-Kapitän Florian zur Nieden ein. „Wir müssen auf allen Ebenen richtig gut aufgestellt sein, als Team perfekt harmonieren. Das macht dieses Finale zu einer tollen Herausforderung.“
Für Dynamo! Neuer Rollrasen nach dem Finale
Das Mega-Spektakel mit allem Drum und Dran (schon ab 14 Uhr steigt rings ums Stadion eine Power-Party) lässt sich der Verband stolze 750.000 Euro kosten. Darin eingeschlossen eine Kostenbeteiligung an der Verlegung eines neuen Rollrasens nach dem Finale (140.000 Euro). „Dazu haben wir uns entschieden, damit Dynamo für die anschließenden Heimspiele wieder Top-Bedingungen hat“, erklärt Dresdens Stadion-Chef Ronald Tscherning. Und ergänzt schmunzelnd: „Einen Anteil daran hat auch Basti Schweinsteiger, der dem Team als Losfee einen tollen Pokal-Knaller gegen Schalke 04 beschert hat.“
Zuvor aber wird der Deutsche Football-Meister 2026 gekürt – und die schweren Jungs können auf der Jagd nach dem begehrten Henkelpott den Rasen so richtig schön umpflügen...