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G7-Gipfel in Evian: Plötzlich wendet sich Donald Trump von Wladimir Putin ab

G7-Gipfel in Evian: Plötzlich wendet sich Donald Trump von Wladimir Putin ab
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Évian-les-Bains (Frankreich) – Deutet sich eine neue Putin-Wende bei Donald Trump (80) an? Der US-Präsident blickt nach Einschätzung von deutschen Regierungsvertretern inzwischen kritischer auf Russland. Es habe eine „Änderung der Tonalität“ gegeben, hieß es im Anschluss an die Ukraine-Sitzung beim G7-Gipfel. Alle Teilnehmer seien sich einig gewesen, „dass der Druck auf Russland erhöht werden muss“.

Tatsächlich forderte Trump Russland zu Verhandlungen mit Kiew auf, drohte sogar mit der Wiederaufnahme der US-Sanktionen gegen russische Öl-Exporte. Die USA würden „bald in der Lage sein“, dies zu tun, sagte Trump. Und weiter: „Russland sollte ein Abkommen schließen.“ Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten zuvor beschlossen, den Druck auf Russland im Ukraine-Krieg zu verstärken und zusätzliche Sanktionen im Energiebereich angekündigt.

„Das Signal von Anchorage hat sich geändert“, hieß es mit Blick auf das Treffen von Trump mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin im August 2025 in Alaska. Damals hatte der US-Präsident den Kreml-Diktator regelrecht hofiert. Kritiker prangerten an, dass Trump Putin diplomatisch aufgewertet habe, ohne etwas zu erreichen. Dem US-Präsidenten wurde in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, pro-russische Positionen zu übernehmen.

Trump war „auf Iran fokussiert“

Trump räumte ein, dass er in den vergangenen Monaten „auf den Iran fokussiert“ war. Dies trete nun aber in den Hintergrund, so der US-Präsident. Er werde sich jetzt wieder mit der Ukraine beschäftigen, auch wenn die USA bis auf Waffenverkäufe, die von der EU bezahlt würden, eigentlich nichts mit dem Konflikt zu tun hätten. „Der einzige Grund, warum ich dabei bin, ist, dass ich nicht mehr jeden Monat 25.000 junge Menschen sterben sehen will“, sagte Trump. Das Ganze sei „lächerlich. Ich werde deshalb alles tun, was ich kann“, um den Krieg zu beenden.

Russland hat bisher kein Interesse an Verhandlungen mit der Ukraine gezeigt und setzt seine Angriffe auf die Ukraine mit unverminderter Härte fort. Auch deshalb vereinbarten die G7-Staaten weitere Militärhilfen für die Ukraine – unter anderem zur Stärkung der Luftabwehr.

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