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Harter Kampf gegen die Flut von Kokain: Frankreich lässt Minister zum Zwangstest für Drogen antreten

Harter Kampf gegen die Flut von Kokain: Frankreich lässt Minister zum Zwangstest für Drogen antreten
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Paris – Frankreich geht im Kampf gegen Drogen einen drastischen Schritt – und diesmal geraten nicht Dealer oder Konsumenten ins Visier, sondern die eigene Staatsverwaltung! Premier Sébastien Lecornu (40) hat seine Ministerien aufgeschreckt. Wie französische Medien berichten, ordnete er „unangekündigte und obligatorische Reihenuntersuchungen in Form von Speicheltests“ an. Getestet werden sollen hohe Beamte, Regierungsmitarbeiter und Beschäftigte mit sicherheitsrelevanten Aufgaben.

Lecornu ging mit gutem Beispiel voran. Bereits vor drei Wochen gab es im Hôtel de Matignon, dem Amtssitz des Premiers, einen überraschenden Drogentest. Das Ergebnis: Entwarnung! Der Premier und seine Mitarbeiter waren laut dem Sender TF1 clean.

Die Regierung verteidigt die Maßnahme. „Der Staat kann keine klare Politik gegen den Drogenhandel und dessen gesellschaftliche Folgen verfolgen, ohne sich selbst denselben Anforderungen zu unterwerfen“, heißt es laut „Le Monde“. Auslöser ist ein Regierungsplan gegen den Drogenhandel mit rund 50 Maßnahmen. Beobachter vermuten auch einen persönlichen Hintergrund: Lecornu hatte sich von einem Mitarbeiter getrennt, der im Dezember eine Drogenüberdosis erlitten hatte.

Auslöser für die Anordnung

Frankreich kämpft seit Jahren mit wachsender Drogenkriminalität. In Problemvierteln von Paris, Marseille und anderen Städten liefern sich Banden blutige Auseinandersetzungen. Gleichzeitig steigt die Menge an Kokain, die über Spanien und französische Häfen ins Land gelangt. Regierungssprecherin Maud Bregeon (35) sagte dem Sender BFMTV: „Man kann nicht um die Opfer des Drogenhandels in den Stadtvierteln trauern und gleichzeitig samstagsabends Drogen konsumieren.“

Die Ankündigung sorgt bereits für neue Forderungen. Zwei Parlamentarier wollen die Drogentests nun auch auf Abgeordnete ausweiten. Hintergrund: Im Oktober 2024 hatte ein Politiker der Linkspartei für einen Skandal gesorgt, als er in der Pariser Metro beim Kauf synthetischer Drogen von einem Dealer erwischt wurde.

Doch die Maßnahme stößt auf Widerstand. Ein ehemaliger Minister warnte, der Staat behandele seine eigenen Mitarbeiter wie Verdächtige. Das schade dem Ansehen der Politik. Auch Ex-Premier Gabriel Attal (37) lehnt Drogentests für seine Fraktion ab. „Ich hege keinen Verdacht gegenüber meinen Mitarbeitern und den Abgeordneten meiner Fraktion“, sagte er dem Sender France Info.

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