Es ist nach 1 Uhr nachts, als das letzte Klopp-Fest auf MagentaTV seinen Höhepunkt findet! Messis Tränen nach der spanischen Weltmeisterwerdung sind bereits getrocknet, als Superstar Robbie Williams plötzlich ins Telekom-Programm crasht und nicht mit Brillen-Dieb Thomas Müller rechnet. Der 104-Spiele-Wahnsinn ist vorbei – aber mit den Nachwirkungen dieser Giganten-WM werden wir Fußball-Junkies in den nächsten Wochen noch zu kämpfen haben – ganz sicher …
Das Wichtigste vorweg: Läuft alles nach Plan, mutiert der TV-Experte Jürgen Klopp (59/„Alles geht in die richtige Richtung“) schon in den nächsten Tagen zum Bundesjürgen! Seine neue Aufgabe: den deutschen Fußball reanimieren, statt den Chef-Unterhalter bei Magenta zu geben. Sicher ist: Es wird ein schmerzlicher Verlust für die Fernseh-Zuschauer, aber ein Segen für den DFB und alle Fans!
Wer zu früh abschaltet oder einschläft, wird bestraft! Nicht wegen des mäßigen Spiels zwischen Spanien und Argentinien (1:0), sondern wegen der Gaga-Giganten-Show drumherum: Die Goldtrophäe kommt aus dem Louis-Vuitton-Koffer. Madonna fährt mit Ronaldo (dem Dicken) und Ronaldinho (der Zahnfee) im Strandbuggy singend in die Arena. Miss Piggy lässt Frosch Kermit selbst in der 27-minütigen Halbzeit mal wieder nicht an die Locken. Und die Telefon-Buddys Trump und Infantino? Sitzen erst hinter Panzerglas, ehe sie nach der vierhändigen Pokalübergabe durch den Konfetti-Nebel auf dem Siegerpodest irrlichtern. O-Ton Magenta-Kommentator Wolff Fuss (50): „Trump tanzt schon mal einen kleinen YMCA. Er will wohl im Bild bleiben.“ Noch bissiger ZDF-Stimme Oliver Schmidt (53): „Gib die Bühne frei! Wer sagt es Trump jetzt?“ Danke für die skalpellscharfe Einordnung!
▶ Oberpeinlich, dass der Finalrasen in New Jersey „furztrocken“ ist, wie Klopp urteilt, und damit ein flüssigeres Finale versaut.
▶ Oberprächtig, dass der Jürgen der Nation gemeinsam mit Tabea Kemme (34/„Bei Paredes sind die Sicherungen nach Spielende durchgeknallt.“), Mats Hummels (37/„Ich sage hier die kritischen Sachen!“) und Thomas Müller (36/„Meine Stärken waren nie im Nahkampf“) zum Abschied noch eine pralle Endspiel-Sendung in den Äther bläst.
▶ Oberkorrekt: Konkurrenz-Sender ZDF korrigiert im 104. und letzten Turnier-Spiel endlich einen folgenschweren Planungsfehler und schickt sein Top-Trio (doch noch) vom traurigen Berlin-Sofa ins MetLife-Stadion: raus aus der Ikkimel-Arena in Berlin, rein ins pralle Live-Leben! Zum Schluss haben wir so doch noch ein echtes TV-Duell ...
Nur zwei Meter neben den Magenta-Experten spielt ZDF-Moderator Jochen Breyer (43) mit seinen Experten Chris Kramer (35) und Per Mertesacker (41/„Das waren Abschiedstränen bei Messi“) an der Rasenkante direkt Verbal-Tikitaka. Mit einem Hammer-Einstieg – Mertesacker bestätigt Verhandlungen mit dem DFB als möglicher Nachfolger von Geschäftsführer Andreas Rettig: „Man muss dem DFB eines lassen. Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen. In der letzten Woche ist noch einmal Dynamik reingekommen.“
▶ Merte mit Klopp zum DFB? Dann ist das Traumduo der Mainzer gesprengt. Superhot-Tipp an die Telekom-Macher: Angelt euch in diesem Fall Kramer für die EM 2028 und die WM 2030 (alle Spiele exklusiv bei Magenta) als Klopp-Nachfolger! Vom Unterhaltungsfaktor passt er perfekt in eure Lach-und-Schießgesellschaft. Kramer: „Der Finalrasen ist derart schlecht – das ist wie eine Kegelbahn, wo du ’nen Teppich drübergelegt hast!“ Der Geruch von Rasen berauscht Kramer und Merte! Warum habt ihr euch dieses Comeback derart lange geSPART, liebe Geizelmännchen?
Daheim im Berlin-Studio bleibt es auch am letzten WM-Tag dabei: Der unterhaltsamste WM-Moment in der piefigen Studio-Arena des ZDF (dort wird auch das Morgenmagazin produziert) war der viel diskutierte Auftritt der Berliner Rapperin Ikkimel (29/„Fußballmänner, alles Penner“) – morgens um 8.30 Uhr. Wie progressiv wäre es doch gewesen, wenn sie ihren Fußball-Sex-Song auch noch einmal live vor Seher Christian Streich (61/„Das Spiel leidet unter diesem Platz – ich sehe des durch de Fernseher!“) und Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein (60) präsentiert hätte. Ob er seine Argentinien-Analyse dann im grünen Wildleder-Sneaker tanzen würde? Nicht einmal dieses Gefühlsexperiment hat uns das Zweite gegönnt.
Nur gut, dass wir die Magenta-Weltauswahl haben, die sich in den sozialen Medien – etwas drüber – vor dem Finale die „Avengers“ (dt.: die Rächer) nennen. Wen oder was sie als Superhelden vergelten wollen, wird nicht klar. Dafür bespaßen sie uns im Kollektiv ein letztes Mal auf Premium-Niveau. Erst sezieren sie zu sechst die Probleme des deutschen Fußballs, dann kündigt Chef-Babo Johannes B. Kerner (61) launig die Abschluss-Zeremonie der Fifa an …
JBK: „Jetzt geht Jürgen (Klopp, d. Red.) voll durch die Decke, Miss Piggy ist auch da!“
Bundesjürgen: „Waldorf und Statler sind oben auf der Tribüne – das sind dann wahrscheinlich wir.“
Klopp vergleicht sich und Müller mit den Muppets! Ach Kloppo, so muffelig wie die Balkon-Opas seid ihr nie gewesen. Im Gegenteil!
Müller trägt zum Finale übrigens einen Cremeweiß-Anzug, Marke: Traumschiff-Hochzeitsplaner. Da kann nur die zauberhafte Moderatorin Laura Wontorra (37/„Wir sind heute mit dem vollen Familien-Paket unterwegs“) in ihrem Bling-Bling-Smoking mithalten. Am Ende steht die ganze Magenta-Family stramm: Robbie referiert über Englands Psychotrauma („Das muss enden, bevor ich sterbe!“) und die Klopp-Liebe der Engländer. Gut, dass der dem DFB schon zugesagt hat. Let me entertain you! Dass Müller kurzerhand die verspiegelte Williams-Sonnenbrille überzieht, nimmt der britisch lässig. Robbie, Kloppo und der Magenta-Clan – zu cool für diese Welt. Und doch ganz bald Geschichte.
Danke für die geile Fernseh-WM! Die finale Wortspende kommt von TV Müller: „Wie wir hier abgeliefert haben, davon kann sich der Robbie Williams noch was abschneiden!“