Berlin – Deniz Undav kam, traf und wir siegten! Johannes Winkel (CDU), Chef der Jungen Union, zieht jetzt einen ungewöhnlichen Vergleich zum späten Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste. Denn er sieht in den Empfehlungen der Rentenkommission eine große Chance für die Bundesregierung.
„Vielleicht wird das ein richtiger Deniz-Undav-Moment für die Bundesregierung“, sagte Winkel mit Blick auf die mögliche Rentenreform und den Vorschlägen, die die Rentenkommission nun vorlegt. Lange sei es nicht rund gelaufen, doch nun seien die richtigen Experten eingewechselt worden. Gleichzeitig lobte er auch die Arbeit der beteiligten Politiker.
„Sehr zufrieden“
Mit den Ergebnissen der Rentenkommission zeigte sich der CDU-Nachwuchspolitiker „sehr zufrieden“. Deutschland stehe bei der Zukunft der Sozialversicherungen vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Kommission habe aber bewiesen, dass Kompromisse mehr sein können als nur der kleinste gemeinsame Nenner.
Besonders wichtig sei das geplante Aus für Frühverrentungsmodelle wie die Rente mit 63. Außerdem habe Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten wertvolle Zeit verloren, weil eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nicht eingeführt worden sei.
„Wenn wir sehen, wie viel Geld wir im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn verloren haben, ist das einfach unglaublich“, sagte Winkel. Die geplante Einführung einer kapitalgedeckten Rente komme zwar spät, sei aber „genau der richtige Schritt“. Als Vorbild nannte er Schweden, wo dieses Modell aus seiner Sicht äußerst erfolgreich sei.