jetzt kennen Sie alle, nicht nur Fußballfans. Sie haben gegen Curaçao das erste deutsche Tor dieser WM geschossen und waren einer unserer besten Spieler.
Wer sind Sie? Ihre Mutter ist Deutsche, Ihr Vater Nigerianer. Geboren wurden Sie 2000 in Hamburg, ab 2007 lebte Ihre Familie in England. Sie spielten für Manchester United und für die englische U16-Nationalmannschaft. Jetzt spielen Sie für Dortmund und für Deutschland.
Nach dem Schlusspfiff in Houston versammelten sich einige Spieler von Curaçao, Sie und Ihr Mitspieler Jonathan Tah auf dem Spielfeld, gemeinsam bildeten sie einen Kreis. Tahs Vater stammt von der Elfenbeinküste.
Nanu. Was passierte da?
Im ARD-Interview sagten Sie danach „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gesprochen.“
Deutsche wie Sie, mit afrikanischen Wurzeln, bringen etwas Verlorenes zurück nach Deutschland, das ganz selbstverständliche Christentum unserer Eltern und Großeltern. Dessen Botschaft heißt: Gegner sind keine Feinde. Ich habe das als Kind auch noch gelernt. Ich vermisse diese Idee, wenn ich heute diese Gnadenlosigkeit sehe, in der Politik und überall.
Wenn ein CDUler und ein AfDler ein paar nette Worte wechseln, gilt das manchen schon als Skandal.
Am Ende des Interviews sagte
Bastian Schweinsteiger: „Amen.“
Harald Martenstein
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