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MMA: Zukunftsbeben um Christian Eckerlin vor Stadionkampf

MMA: Zukunftsbeben um Christian Eckerlin vor Stadionkampf
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Diesen Samstag steigt im Frankfurter Fußballstadion das größte MMA‑Spektakel der Welt! Nach der Premiere im Oktober 2024 kehrt OKTAGON in den „Deutsche Bank Park“ zurück. 60.000 Zuschauer werden erwartet – Weltrekord. Im Fokus: Christian Eckerlin (39). Der Frankfurter trifft im Hauptkampf des Abends auf den Tschechen David Kozma (34). Egal, wie das Duell ausgeht, viele Fans beschäftigt seit Tagen nur eine Frage: Wie geht es für Eckerlin danach weiter?

Denn zuletzt hatte der größte deutsche MMA-Star auf YouTube ein Video mit dem Titel „Vielleicht ist das mein letzter Kampf …“ veröffentlicht. Darin gewährt Eckerlin einen Einblick in seine Gedankenwelt und erklärt: „Eigentlich hatte ich in den letzten 4 oder 5 Kämpfen schon die Gedanken, dass es jetzt irgendwie schwieriger wird. Das ist der Lauf des Lebens, der da eine Rolle spielt. Das Alter natürlich. Die Regeneration dauert länger.“ Seit diesen Sätzen wird in der MMA-Szene über ein baldiges Karriereende spekuliert.

Eckerlin macht Schluss

Nur zwei Tage vor dem Stadion-Spektakel erfuhr BILD nun aus seinem engsten Umfeld: Eckerlin hört auf! Es ist sein letzter Kampf. Diese Entscheidung soll bei ihm in den letzten Monaten gereift sein. Mitte November wird Eckerlin seinen 40. Geburtstag feiern. Sein Körper ist nach über 15 Jahren Kampfsport und 27 Profikämpfen geschunden. Hinzu kommt seine Zeit als Fußballer (u.a. 3. Liga für Darmstadt 98) vor seiner MMA‑Karriere. Die Wehwehchen wurden zuletzt immer heftiger, die nötigen Erholungsphasen immer länger. Zudem hinterließ der sogenannte Weight-cut (Gewichtmachen) vor den letzten Kämpfen immer größere Spuren.

Jetzt, wo Eckerlin noch im Vollbesitz seiner Kräfte und nahezu auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist, möchte er aufhören, ist aus seinem Kreis zu hören. Seine Handschuhe wird er nach seinem letzten Kampf am Samstag trotzdem nicht im Käfig zurücklassen. So ist es beim MMA eigentlich üblich, wenn Athleten ihre Laufbahn beenden. Eckerlin wolle sich ein Hintertürchen offen lassen, falls es ihn irgendwann noch einmal in den Fäusten jucken sollte. So wolle er einem Rücktritt vom Rücktritt aus dem Weg gehen.

Die MMA-Szene verliert ihre wichtigste Figur

Fest steht: Wenn Eckerlin jetzt wirklich aufhört, steht MMA in Deutschland ohne sein größtes Zugpferd da. Der Frankfurter hat die Sportart in den letzten Jahren geprägt wie kein Zweiter. Wenn er in den Käfig steigt, lockt das Zehntausende in die größten deutschen Arenen oder jetzt sogar zum zweiten Mal in ein Stadion. Vor knapp fünf Jahren war das noch undenkbar.

Ähnlich wie die Box-Stars um „Gentleman“ Henry Maske, Ossi Axel Schulz oder Bad Boy Graciano Rocchigiani in den 90er Jahren, kreierte Eckerlin einen neuen Hype. Nicht im Boxen, sondern beim MMA. Nicht im TV, sondern in den sozialen Medien. Als „OKTAGON MMA“ mit einem Event im Juni 2022 erstmals nach Deutschland kam, kannten nur eingefleischte Fans die Organisation. Aber die Sehnsucht der Deutschen nach legendären Fight-Events war noch immer da. Kämpfer wie Eckerlin ebenfalls. Er schenkte potenziellen Fans mit Videos, veröffentlicht im Wochenrhythmus auf seinem eigenen YouTube-Kanal, tiefe Einblicke in sein Leben. Die OKTAGON-MMA-Macher garnierten das Ganze mit zusätzlichem Behind-the-Scenes-Content. Mehr brauchte es nicht, um einen neuen Kampfsport-Hype in Deutschland zu initiieren.

Übrigens: So wie bei den großen Box-Abenden der 90er sitzt mittlerweile auch beim MMA alles in den ersten Reihen, was Rang und Namen hat. Fußball-Stars wie Nico Schlotterbeck, Joshua Kimmich oder Alphonso Davies kommen. Genauso Rap-Größen wie GZUZ und etliche Social-Media-Stars.

Ob sie auch in Zukunft noch kommen, wenn Eckerlin nicht mehr kämpft? Fraglich!

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