Politik

Nach Abbruch der Verhandlungen: „Vorsichtig sein!“ Iran droht Trump

Nach Abbruch der Verhandlungen: „Vorsichtig sein!“ Iran droht Trump
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Obbürgen (Schweiz) – Diese Drohung von US-Präsident Donald Trump (80) ging nach hinten los. Der Iran bricht die Friedensverhandlungen in der Schweiz ab und droht den Amerikanern nun selbst mit einer Reaktion. Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf (64) schreibt auf X: „Denken sie denn nicht, dass sie heute nicht so verzweifelt wären, wenn ihre Drohungen Wirkung gezeigt hätten? Sie täten gut daran, bei ihren Äußerungen vorsichtig zu sein. Unsere Streitkräfte sind darauf vorbereitet, auf andere Weise zu reagieren. Sie mögen weiterreden – wir sind diejenigen, die handeln.“

Zuvor hatte der US-Präsident aus der Ferne in den sozialen Medien gefordert, der Iran solle seine Verbündeten im Libanon stoppen: „Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart treffen, genau wie vergangene Woche, nur noch härter!!!“ Mit Irans Verbündeten meint Trump die Hisbollah-Miliz. Diese hatte am Freitag und Samstag fünf israelische Soldaten im Südlibanon getötet.

Trump droht Iran-Verhandlern am Telefon

Doch nicht nur das! Trump hatte im Gespräch mit „Fox“-Reporter Trey Yingst behauptet, den Iran-Vertretern in der Schweiz auch am Telefon gedroht zu haben: Sollte das Mullah-Regime die Straße von Hormus wieder schließen, „kehrt Ihr nicht einmal in Euer beschissenes Land zurück“, so Trump. Die USA würden die Straße von Hormus einnehmen, selbst Mautgebühren erheben und Öl beschlagnahmen.

Damit die Waffenruhe zwischen Israel und dem Mullah-Regime hält, drängen die USA Israel, die Kämpfe im Libanon zu beenden – trotz Provokationen der Hisbollah. Bisher vergeblich.

Friedensverhandlungen in „schwieriger Phase“

Iranische Staatsmedien berichten, die Gespräche seien nach der „Veröffentlichung einer beleidigenden Botschaft des US-Präsidenten“ in eine „schwierige Phase“ eingetreten und unterbrochen worden. Anschließend habe sich die iranische Delegation mit katarischen Vermittlern getroffen und den Verhandlungsort verlassen. Zwar seien sie später in ihr Hotel zurückgekehrt, hätten aber nicht weiter verhandelt.

US-Vizepräsident JD Vance (41) und die US-Unterhändler Steve Witkoff (69) sowie Jared Kushner (45), Trumps Schwiegersohn, trafen sich am Vierwaldstättersee mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi (63). Nach Angaben iranischer Staatsmedien dauerte das Treffen etwa 80 Minuten.

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