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Nächster Hersteller zieht Aufträge ab: Drei Werke eines Autozulieferers vor dem Aus

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Markdorf/Magdeburg – Die Krise beim Autozulieferer Albert Weber spitzt sich dramatisch zu. Nachdem Porsche bereits sämtliche Aufträge für das Werk in Magdeburg gestrichen hat, verliert nun auch der Stammsitz einen weiteren wichtigen Kunden.

Hiobsbotschaft auf einer Betriebsversammlung: Laut Gewerkschaftssekretär Robert Bäuerlein (45, IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben) erklärte der Generalbevollmächtigte Jörg Gretel dort: Die Mercedes-Tochter AMG zieht bis Oktober sämtliche Aufträge aus Markdorf (Baden-Württemberg) zurück. „Dort lässt Mercedes bislang unter anderem Zylinderköpfe produzieren“, so der Gewerkschafter gegenüber BILD. Am Stammsitz sind etwa 300 Mitarbeiter betroffen.

Noch ein Auto-Hersteller springt ab

Und auch BMW scheint am Hauptsitz abzuspringen. „Die Verhandlungen mit BMW sehen derzeit nicht gut aus“, erklärte Gretel. Das berichtete die Schwäbische Zeitung zuerst. Daher sieht der Gewerkschaftssekretär schwarz für den Hauptstandort: „Ohne Kunden keine Umsätze. Daher kann nur noch ein Investor helfen. Sonst droht wohl die Insolvenz.“ Eine Anfrage von BILD an den Generalbevollmächtigten blieb bislang unbeantwortet.

Welchem Werk ebenfalls das Aus droht

„Seit 1 1/2 Jahren versucht der Generalbevollmächtigte, einen Investor für den Hauptsitz zu finden. Daher haben die Auto-Hersteller inzwischen für ihre Produkte Parallellinien, entweder bei anderen Zulieferern oder bei sich selbst, aufgebaut, um unabhängig von Weber zu sein“, sagt der IG-Metall-Vertreter. Auch ganz schlecht bestellt ist es um das Weber-Werk in Neuenbürg bei Pforzheim. Hier hatten bislang Porsche und AMG Teile fertigen lassen – das ist bald Geschichte. Rund 160 Beschäftigte stehen vor dem Aus.

Die Gründe für die Krise

Die Albert Weber Gruppe befindet sich bereits seit Ende 2024 in einer Restrukturierung. Ursachen für die wirtschaftliche Krise: sinkende Nachfrage, hohe Kosten und Druck auf die Gewinnmargen. Weber sucht derzeit für die Werke Markdorf, Neuenbürg und Magdeburg (Sachsen-Anhalt) nach Investoren. Deutlich weiter sei der Verkaufsprozess für die Werke Plauen, Weinstadt, Roding und Saarbrücken. An drei Standorten stünden Vertragsunterzeichnungen kurz bevor.

Autozulieferer steht vor der Pleite

Bereits Anfang Juli hatte die IG Metall berichtet, dass Porsche sämtliche Aufträge für das Werk Magdeburg beenden werde. 140 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. Zudem solle zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Was bleibt also von der Weber-Gruppe, die 1969 gegründet wurde? „Das Unternehmen wird auseinandergenommen“, so der Gewerkschafter. Weltweit beschäftigt Albert Weber derzeit noch rund 900 Mitarbeiter.

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