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Texel: Polizei identifiziert zwei Tote nach drei Jahren Ermittlungen

Texel: Polizei identifiziert zwei Tote nach drei Jahren Ermittlungen
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Texel (Niederlande) – Was die Nordsee an den Strand der Urlaubsinsel Texel spülte, schockierte Spaziergänger zutiefst: Sie entdeckten menschliche Leichenteile im Sand. Nach drei Jahren Ermittlungsarbeit ist es der Polizei nun gelungen, das Rätsel um die grausigen Funde zu lösen!

Im Oktober 2023 hatten Strandausflügler einen bekleideten Unterleib mit einem Oberschenkel erkannt und gemeldet. Kurz darauf wurde ein abgetrennter Fuß gefunden, der noch in einem Schuh steckte. Laboranalysen ergaben, dass die stark verwesten Überreste von zwei Männern stammten. Doch wer waren sie? Wie kamen sie um? Lag ein Verbrechen vor? Fragen, die die Polizei in mühsamer Detektivarbeit beantworten musste. Der einzige brauchbare Hinweis: ein Mobiltelefon mit französischer SIM-Karte und Restdaten, das in der Hosentasche eines Toten steckte.

Spur führte zum Ärmelkanal

Die entnommenen DNA-Proben führten nicht weiter, sie konnten keiner vermissten Person zugeordnet werden. Vermutet wurde, dass die Leichenteile zu Bootsflüchtlingen gehörten, die bei der Durchquerung des Ärmelkanals Richtung Großbritannien verunglückt waren. „Mithilfe von Journalisten nahm die Polizei Kontakt zu Hilfsorganisationen rund um den Ärmelkanal auf. Diese Organisationen brachten die Ermittler schließlich auf die Spur zweier Migranten“, wie der regionale Nachrichtenkanal NH Nieuws berichtet. Das Profil passte zu zwei namentlich bekannten Afghanen (20 und 27 Jahre alt), die verschwunden waren.

Gewissheit durch DNA-Vergleichsproben

Um die Identität der Toten sicher festzustellen, wurde das Internationale Rote Kreuz eingeschaltet: Mitarbeiter nahmen von Familienangehörigen der Vermissten DNA-Vergleichsproben, die dann mit denen in den Niederlanden verglichen wurden. Eine Untersuchung bestätigte, dass die Männer Verwandte waren.

„Wir wissen, was es mit den Menschen macht, wenn das Schicksal ihrer Angehörigen ungewiss ist. Eine solche Suche kann sich endlos hinziehen. Wir sind froh, dass wir diesen Menschen das ersparen und ihnen Gewissheit geben konnten“, zitiert der Nachrichtensender einen Polizeisprecher.

Seit Jahren treiben immer wieder Habseligkeiten von Bootsflüchtlingen (u.a. Rucksäcke, Kleidung) durch die Gezeiten- und Küstenströmungen der südlichen Nordsee von der Region um Calais entlang der Küstenlinie nach Nordosten und werden schließlich an den Stränden von Texel und andernorts in Nordholland angespült. Die Überreste der beiden Afghanen waren auf der Insel anonym beigesetzt worden.

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