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War alles ganz anders? Rätsel um Wolfsangriff auf Kind (2) und Hund

War alles ganz anders? Rätsel um Wolfsangriff auf Kind (2) und Hund
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Orbicciano (Italien) – Was geschah wirklich an dem Abend, an dem die Familienhündin Destiny ihr Leben im Kampf gegen einen Wolf verlor? Das wilde Tier soll in einem Garten in Italien auf ein Kind zugelaufen sein, der treue Vierbeiner habe sich geopfert und so den Jungen gerettet, beteuern die Eltern. Doch jetzt scheint alles ganz anders gewesen zu sein!

Die Region Toskana, der Bürgermeister der Gemeinde und die Polizei widersprechen der Geschichte vom Angriff des Raubtiers auf den Zweijährigen. Laut den Ermittlern war die Hündin allein auf dem offenen Grundstück am Waldrand gewesen, als der Wolf aus dem Dunkeln kam.

Bürgermeister: „Die Familie war im Haus“

„Es gab keinen Angriff auf einen Menschen“, erklärte Bürgermeister Marcello Pierucci im italienischen Fernsehen. Auch sei das Kind nicht von dem Tier bedrängt worden, wie zunächst erzählt worden war. Die Familie sei in Wahrheit die ganze Zeit sicher im Haus gewesen!

Die Eltern hatten behauptet, der Vater habe am Grill gestanden, während das Kind draußen spielte. Plötzlich habe sich der Wolf dem Jungen genähert – die siebenjährige Mischlingshündin Destiny sei dazwischengegangen. „Die Familie hatte im Garten den Grill an, befand sich aber drinnen“, konterte nun der Bürgermeister. Erst einen Tag später, am vergangenen Sonntag, seien die Überreste wie der Kopf des verendeten Haustieres im Wald gefunden worden.

Familie hält an ihrer Version fest

Als Anfang der Woche Kamerateams ins ländliche Orbicciano kamen, hielten die Eltern ihre Version des Vorfalls aufrecht. Der Hund als Held gegen den großen bösen Wolf. „Das Kind spielte hier im Hof. Wir glauben, der Wolf war wohl schon eine Weile in der Nähe“, sagte Papa Tommaso (39) im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Schließlich gelang es mir, ihn zu vertreiben. Er ließ die Hündin los, doch sie war bereits tot.“ Das Raubtier habe den Kadaver schließlich in den Wald gezerrt.

Die Meldung vom Angriff auf ein Kind war zunächst von einem italienischen Umweltverband dramatisiert und geteilt worden, der sich gegen die Ausbreitung der Wölfe in der Region einsetzt und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung fordert. Anwohner, von denen viele keinen Zaun um ihr Gelände haben, seien zunehmend beunruhigt über die umherstreifenden Tiere.

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