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Wettbewerbsverstöße: EU verhängt heftige Strafe gegen Google

Wettbewerbsverstöße: EU verhängt heftige Strafe gegen Google
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Brüssel – Die Europäische Union hat eine Rekordstrafe gegen Google verhängt. Der Konzern soll 890 Millionen Euro (1 Milliarde US-Dollar) wegen unfairer Geschäftspraktiken zahlen. Nach Ansicht der EU-Kommission hat der US-Konzern mit seiner Suchmaschine und dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz benachteiligt. Am Donnerstag wurde das Ergebnis einer Untersuchung in Brüssel vorgestellt.

Demnach soll das Unternehmen eigene Angebote in der Google-Suche weiter oben angezeigt haben. Dadurch sei ein illegaler Vorteil entstanden. Beim Play Store soll Google dafür gesorgt haben, dass Entwickler ihre Apps nicht über andere App-Stores anbieten. Die EU hat den Konzern aufgefordert, die rechtswidrigen Praktiken zu beenden. Dafür führe die Kommission gute Gespräche mit Google. Der Konzern habe bereits mit ersten Tests bei der Umgestaltung von Suchmaschine und Google Play begonnen. Innerhalb von 60 Tagen muss das Unternehmen der EU-Forderung nachkommen. Sonst drohen weitere Strafen.

Seit einigen Jahren gilt in der EU ein strenges Wettbewerbsgesetz, der Digital Markets Act. Es soll Monopole in der Digitalwirtschaft eindämmen und sieht Geldstrafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor. Gegen die Geldstrafe kann Google noch Beschwerde einlegen.

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