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EVP-Chef Weber bei Maischberger: „Europa muss jetzt militärisch Weltmacht werden“

EVP-Chef Weber bei Maischberger: „Europa muss jetzt militärisch Weltmacht werden“
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Endlich Licht am Ende des Tunnels? Manfred Weber (53, CSU), Partei- und Fraktionsvorsitzender der EVP im Europäischen Parlament, hat bei Sandra Maischberger (59) neue Hoffnung auf ein Ende des Krieges in der Ukraine geweckt. Zwar müsse man, so der Außen- und Sicherheitspolitiker, realistisch sehen, dass Putin aktuell nicht bereit sei, Frieden zu schließen: „Wir haben die Realität, dass heute Nacht die schlimmsten Angriffe auf Kiew waren seit Jahren.“ Aber, so Weber, „es gibt im Moment eine Position, die ihn zum Frieden zwingen, Frieden bringen kann, und das ist die zugewonnene Stärke der Ukraine.“

Weber über Putin: „Es geht ihm die Luft aus“

Dazu zählt nach Webers Meinung „auch die Aussage von Selenskyj, er würde Putin erlauben, den 9. Mai zu feiern“. Dieser „kommunikative Erfolg“, dass die Ukraine „nicht nur bedroht, sondern selbstbewusst ist“ und „an der Ostfront jetzt Gebiete zurückerobert“, lasse Putin spüren: „Es geht ihm die Luft aus, weil es ökonomisch eng wird, weil die Sanktionen wirken.“ Leider sei das die einzige Sprache, die aktuell verstanden werde: „Alle, die es versucht haben mit der Diplomatie, haben das gespürt.“

Maischberger zeigte dazu Bilder des brennenden Öllagers im Hafen von St.Petersburg. Ihr Kommentar: „Die Ukraine greift tief ein in russisches Gebiet. Heute beginnt dort das russische Davos, das Wirtschaftsforum, wo Putin auch sein wollte, und genau in diesem Moment kommt dieser Angriff. Selenskyj sagt, es soll etwas geben vor dem Winter, eine diplomatische Lösung. Sagt er das auch in Richtung der EU?“

„Wir sind da im intensiven Gespräch miteinander“, antwortete Weber, warnte aber vor Putins Täuschungsmanövern: „Ich muss ganz klar sagen, es gibt zwar diese Andeutungen, manche würden sagen, er macht uns ein bisschen Hoffnung, aber die Kriegsmaschine läuft auf Hochtouren, und auch die Produktion von neuen Waffen läuft auf Hochtouren. Trotz dieser Hoffnungssignale dürfen wir die Realität nicht übersehen, und die Realität ist eine blutige. Europa muss jetzt auch militärisch in der Außenpolitik Weltmacht werden.“

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