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50.000 Euro Belohnung für echte Hinweise: Polizei sucht mit neuen Fotos nach vermisster Inga

50.000 Euro Belohnung für echte Hinweise: Polizei sucht mit neuen Fotos nach vermisster Inga
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Halle (Sachsen-Anhalt) – Seit mittlerweile elf langen Jahren fehlt von Inga Gehricke jede Spur. Die damals Fünfjährige verschwand am 2. Mai 2015 bei einer Familienfeier in einem Wald. Mit neuen – bisher unveröffentlichten – Fotos des Mädchens und einer Belohnung von 50.000 Euro hofft die Polizei jetzt auf frische Hinweise.

Der 25. Mai 2026 ist der internationale Tag des vermissten Kindes. Aus diesem Anlass starten die Ermittler der Polizei und das BKA am Pfingstmontag eine digitale Fahndungskampagne – mit drei neuen Fotos, die Inga als Fünfjährige zeigen. Außerdem wird auf Großplakaten und LED-Leinwänden bundesweit nach Inga gesucht.

Ermittler hoffen, online mehr Menschen zu erreichen

Trotz fehlender Beweise laufen die Ermittlungen weiter. Zeitweise arbeiten bis zu acht Kriminalbeamte und Spezialisten in einer Sondergruppe der Polizeiinspektion Halle an dem Fall. Das Problem: Es gibt bis heute keine konkrete Spur – weder DNA noch Kleidungsstücke oder Fußabdrücke.

Die Polizei ging bislang mehr als 2000 Spuren und Hinweisen nach. 2024 entschied sich die Familie für eine ungewöhnliche Suchmethode: Das Foto von Inga wurde auf tausende Smoothie-Flaschen gedruckt. Ergänzt durch ein computergeneriertes Bild, das zeigt, wie Inga heute aussehen könnte.

Inzwischen wurde der Fahndungsaufruf auf den Internetseiten der Ermittler um drei neue Bilder ergänzt. Antje Hoppen, Sprecherin der Polizeiinspektion Halle, erklärt: „Zur Erweiterung der Öffentlichkeitsfahndung hat sich die Ermittlungsgruppe an das Bundeskriminalamt gewandt. Es besteht die Hoffnung, aufgrund der Reichweite der Fahndungskanäle des BKA einen größeren Personenkreis zu erreichen.“

Neue Fotos legen Fokus auf Inga

Für die neuen Kinderbilder von Inga wurde sich bewusst entschieden. „Die aktuell veröffentlichten Fotos der Vermissten wurden von der Familie zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit den Ermittlern der Cold-Case-Unit ausgesucht und noch einmal bearbeitet, damit der Fokus auf dem gesuchten Mädchen liegt“, so Polizeisprecherin Hoppen. Für Ingas Mutter Victoria Gehricke ist die neue Kampagne ein Hoffnungsschimmer: „Vielleicht ergibt sich daraus ein Ansatzpunkt dafür, was mit meiner Tochter passiert ist.“

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Vermisstenfalls führen, ist derzeit eine Belohnung von insgesamt 50.000 Euro ausgesetzt. Hinweise telefonisch an 0345/2241291 oder per E-Mail an [email protected]

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