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AfD: Partei verdoppelt ihr Wahlkampf-Budget in Sachsen-Anhalt

AfD: Partei verdoppelt ihr Wahlkampf-Budget in Sachsen-Anhalt
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Magdeburg – „Alles ist möglich.“ Mit diesem Versprechen tritt die AfD auf rund 50.000 Wahlplakaten in Sachsen-Anhalt an. Im Hotel Ratswaage in Magdeburg stellt die Rechtsaußen-Partei am Donnerstag ihre Kampagne für die Landtagswahl am 6. September vor. Ihr erklärtes Ziel: stärkste Kraft werden und erstmals in Deutschland in einem Bundesland den Ministerpräsidenten stellen.

Die Umfragen geben Rückenwind: Der AfD werden derzeit 41 bis 42 Prozent zugetraut. Damit läge sie klar vor der CDU mit 24 bis 26 Prozent. Für die absolute Mehrheit wären – je nachdem, wie viele Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern – zwischen 42 und 44 Prozent nötig.

Mit KI generierte Sonnenaufgänge

Auf einem Plakat präsentiert sich Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) mit seinem Namen und dem immer wiederkehrenden Satz „Alles ist möglich“. Auf einem weiteren Plakat steht in Großbuchstaben: „DAS LAND RETTEN“. Die übrigen Motive setzen auf Atmosphäre. Sie zeigen Stadtansichten und Landschaften im Sonnenaufgang – KI-generierte Bilder mit warmem Licht, Städte im Dunst, alles auf Aufbruch getrimmt. Insgesamt tritt die Partei mit 20 unterschiedlichen Slogans an. Neben zugespitzten Parolen wie „Abschieben ab Minute eins.“ stehen auch Botschaften wie „Tanken ohne Tränen.“ und „Patienten über Profite.“ Ab Sonntag sollen die ersten Plakate in Magdeburg hängen.

Wahlkampf kostet 1,5 Millionen Euro

Für den Wahlkampf plant die AfD in Sachsen-Anhalt rund 1,5 Millionen Euro ein – doppelt so viel wie 2021. Der Großteil soll über Spenden finanziert werden, nach Parteiangaben stammen zwei Drittel davon von Frauen. Landeschef Martin Reichardt (56) formuliert den Anspruch klar: „Das ist die Kampagne, die den größten AfD-Wahlsieg in der Geschichte der Bundesrepublik einfahren und die CDU um Längen schlagen wird.“

„Sachsen-Anhalt ist der erste Schritt“

Ulrich Siegmund wiederholt dann einen Satz, den er seit Monaten bei nahezu jedem Auftritt sagt: „Wir möchten unser altes, wunderschönes Land zurückhaben.“ Zum Slogan „Es beginnt hier“ versichert er: „Die blaue Welle wird von hier aus über das Land schwappen.“ Und legt nach: „Sachsen-Anhalt ist der erste Schritt. Uns geht es um Deutschland.“

Das plant die AfD in Sachsen-Anhalt als Nächstes: Am 11. Juli soll ein Parteitag das 100-Tage-Sofortprogramm einer möglichen Regierung Siegmund beschließen. Der Spitzenkandidat versichert, sein Kabinett stehe weitgehend. Namen will er vor dem Wahltag nicht nennen. Bereits am 14. Juni startet der Straßenwahlkampf mit der ersten von vier Simson-Ausfahrten in Tangermünde. Siegmund will dabei selbst vornewegfahren. Ende Juli folgt dann seine Tour durch alle Landkreise – in jedem plant er zwei volle Tage ein. Der offizielle Wahlkampfauftakt ist am 18. Juli in Magdeburg mit Alice Weidel (47) geplant.

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