Mitglieder der Rentenkommission haben einen Bericht ĂŒber eine angebliche Festlegung auf die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre zurĂŒckgewiesen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig, welcher der Kommission angehört, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Bericht der âBildâ treffe âschon deshalb nicht zu, weil bislang ĂŒber die beschriebenen Punkte noch keine BeschlĂŒsse getroffen wurdenâ.
Reddig wollte sich nicht dazu Ă€uĂern, welche Inhalte die Kommission bereits besprochen habe. Er verwies auf die âstrikte Vertraulichkeitâ, welche die Kommission fĂŒr ihre Arbeit vereinbart habe.
Auch die SPD-Abgeordnete Annika Klose, die der Kommission ebenfalls angehört, verwies gegenĂŒber AFP auf die vereinbarte Vertraulichkeit. Klose sagte ĂŒber den Stand der Kommissionsberatungen, âdass Vieles noch nicht entschieden ist und wir noch vier bis fĂŒnf Wochen brauchenâ. Von daher könne sie sagen, âdass der âBildâ-Bericht nicht stimmtâ, fĂŒgte die Sozialexpertin hinzu.
Die âBildâ hatte unter Berufung auf âKommissionskreiseâ berichtet, die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission wolle die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen. Die Grenze solle bis Anfang der 2060er Jahre von bald 67 Jahren auf dann 70 Jahre steigen.
Denkbar sei demnach, dass das Renteneintrittsalter Anfang der 2040er Jahre auf 68 und Anfang der 2050er Jahre auf 69 steige und dann zehn Jahre spÀter erneut um ein Jahr erhöht werde.
Zur Stabilisierung der Rentenfinanzen wolle das Gremium auĂerdem ein Absenken des Rentenniveaus bis auf 46 Prozent vorschlagen. Aktuell sind es 48 Prozent.
Das frĂŒher bei 65 Jahren liegende Renteneintrittsalter wird bereits seit 2012 schrittweise angehoben und soll nach aktuellem Stand 2031 bei 67 Jahren liegen. Diese Altersgrenze gilt fĂŒr alle, die 1964 oder spĂ€ter geboren wurden. Ein vorgezogener Rentenstart ist möglich, wenn AbschlĂ€ge hingenommen werden. Zudem gibt es Ausnahmen etwa fĂŒr besonders langjĂ€hrig Versicherte und fĂŒr Schwerbehinderte.
Kontrovers werde innerhalb der Kommission die Frage diskutiert, ob auch Beamte kĂŒnftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten, schreibt âBildâ weiter. Derzeit gebe es dafĂŒr aber keine Mehrheit. Die Rentenkommission will ihre Reformempfehlungen am 30. Juni vorlegen.
Hinweis: Wir haben die Meldung um die ĂuĂerungen der Kommissionsmitglieder Reddig und Klose aktualisiert.