Washington â Kurz vor dem vermeintlichen Durchbruch im Atomstreit mit dem Iran hat US-PrĂ€sident Donald Trump (79) die Notbremse gezogen! Wie das US-Nachrichtenportal âAxiosâ unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, forderte Trump bei einer Sitzung im Lagezentrum des WeiĂen Hauses mehrere Ănderungen an einem bereits ausgehandelten Abkommen mit Teheran. Die Folge: Statt einer schnellen Einigung stehen nun weitere Verhandlungen an, die sich noch ĂŒber mehrere Tage hinziehen könnten.
Dabei galt der Deal laut dem Bericht fast schon als beschlossene Sache. Trump selbst hatte zuvor angedeutet, dass er zu einer Zustimmung tendiere. Doch offenbar ging ihm der Entwurf in entscheidenden Punkten dann doch nicht weit genug. Knackpunkt noch immer: das iranische Atomprogramm.
Nach Angaben von US-Vertretern enthÀlt der bisherige Entwurf zwar die Zusage Teherans, keine Atomwaffen zu entwickeln. Konkrete Verpflichtungen zum Umgang mit dem bereits vorhandenen angereicherten Uran sind dem Bericht zufolge jedoch auf spÀtere Verhandlungen verschoben worden. Genau das passt Trump offenbar nicht.
Iran besitzt rund 441 Kilo Uran
Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) besitzt das Regime noch immer knapp 441 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert ist â und damit nur noch einen technischen Schritt von den fĂŒr Atomwaffen nötigen 90 Prozent entfernt.
âEs geht eher um konkrete Details darĂŒber, wie die USA an das Material gelangen â und wannâ, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter mit Blick auf die iranischen UranvorrĂ€te. Auch Formulierungen zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen StraĂe von Hormus sollen nach Trumps Wunsch geĂ€ndert werden.
âEs wird eine Einigung gebenâ
Trotz der neuen HĂŒrden geben sich Trumps Mitarbeiter optimistisch. âEs wird eine Einigung geben. Wie schnell, werden wir sehen. Wir sind bereit, zu warten, damit der PrĂ€sident bekommt, was er verlangt. Es könnte eine Woche dauern. Es könnte schneller gehen. Es könnte auch lĂ€nger dauern. Wir hoffen, zum Wochenwechsel etwas vorweisen zu könnenâ, sagte der hochrangige Regierungsbeamte.
Auch iranische Staatsmedien berichten laut âAxiosâ von einer bevorstehenden Einigung. EndgĂŒltig beschlossen sei das Abkommen aber noch nicht. Teheran stellt zudem MilliardenbetrĂ€ge aus eingefrorenen Geldern in Aussicht â eine Darstellung, die das WeiĂe Haus entschieden zurĂŒckweist.