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Deutsche Filmakademie warnt vor Einflussnahme auf Berlinale

Deutsche Filmakademie warnt vor Einflussnahme auf Berlinale

Vor einer Krisensitzung zur Berlinale hat die Deutsche Filmakademie einen Appell veröffentlicht, in dem sie vor einer Beeinflussung der Berlinale gewarnt hat. Sie seien erschrocken ĂŒber den Versuch "der politischen Einflussnahme in Bezug auf die Leitung eines der bekanntesten und bedeutendsten Filmfestivals der Welt", teilte die Filmakademie mit. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat fĂŒr diesen Donnerstag eine Aufsichtsratssitzung einberufen. Dort soll es auch um die Zukunft von Intendantin Tricia Tuttle gehen.

Die Akademie stehe fĂŒr den Schutz der Kunstfreiheit und die Autonomie kultureller Institutionen, schrieben die Akademiechefs Vicky Krieps und Florian Gallenberger. Unterzeichnet wurde die ErklĂ€rung zum Beispiel von Schauspielerin Iris Berben und Regisseur İlker Çatak, dessen Film "Gelbe Briefe" gerade den Goldenen BĂ€ren der Berlinale gewann.

"Wir appellieren daher an die politisch Verantwortlichen, die UnabhĂ€ngigkeit der Berlinale zu garantieren und zu respektieren und die Debatte mit Augenmaß zu fĂŒhren", hieß es in dem Schreiben. Kultur dĂŒrfe nicht zum Spielball politischer Auseinandersetzungen werden. Die Filmakademie sagte auch, es gehe um weit mehr als nur eine Personalentscheidung. "Dieser Versuch der Einmischung ist ein gefĂ€hrliches Signal, das weit ĂŒber das Festival hinausreicht."

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