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Drogen, Gewalt, Verwahrlosung: CDU will Straßenstrich in Berlin verbieten

Drogen, Gewalt, Verwahrlosung: CDU will Straßenstrich in Berlin verbieten

Berlin – Der Kauf von Sex ist in Deutschland längst legal. Aber der Straßenstrich in der Hauptstadt soll vom Stadtplan verschwinden. „Die Frauen werden unter unfassbaren hygienischen Bedingungen ausgebeutet, Kinder und Jugendliche direkt mit gekauftem Sex, Drogen, Gewalt konfrontiert. Die CDU will das nicht. Wir müssen Straßenstriche in ganz Berlin verbieten“, fordert Fraktionschef Dirk Stettner (56). In Bordellen gebe es Kontrollen, mehr Sicherheit und Hygiene.

Die Kurfürstenstraße, Berlins aktuell einziger Rotlicht-Kiez, nur 1,5 Kilometer vom KadeWe entfernt. Keine geile Meile à la Reeperbahn. Katharina Senge (44) hat ihr Wahlkreis-Büro in einer Seitenstraße: „Wir haben hier problematischste Elendsprostitution. Frauen nächtigen auf der Straße, bieten sexuelle Dienstleistungen für Drogenkonsum an. Und um die Ecke stehen die Männer, die alles beobachten – da ist nichts freiwillig selbstbestimmt.“ Sie hat Alarmbriefe an Berlins Innensenatorin und die grüne Bezirks-Bürgermeisterin geschickt – ohne Reaktion.

Crack, Fentanyl, Crystal Meth – die Süchtigen schaffen rund um die Uhr an, um ihren Pegel mit diesen neuen Drogen zu halten. Sie agieren unkontrolliert und gewalttätig, sagen Anwohner. Leute würden vom Rad geschubst, Passanten angespuckt. „In unserer Tiefgarage wurde schon alles verrichtet“, sagt Ralf Beißwenger (57). „Nachts könnte man hier einen Pornofilm drehen, braucht dafür keine Statisten.“

Supermarkt zahlt 9000 Euro für Sicherheit

Supermarkt-Chef Sulaf Ahmed (46) hat 2025 in seinen drei Märkten allein 500 Diebstahlanzeigen geschrieben. Eine Steigerung um 50 Prozent: „Ich bin in Berlin der Kaufmann mit den höchsten Ausgaben für eine Detektei und Security – 9000 Euro im Monat.“ Neulich wollte ihm ein Junkie aus Rache für ein Hausverbot einen brennenden Container ins Geschäft schieben – er wurde im letzten Moment gestoppt.

An zwei Ecken im Kiez stehen sogenannte Verrichtungsboxen – üble Relikte einer Grünen-Initiative für mehr Würde beim Geschäft. „Sie sind nichts anderes als Plumpsklos, in denen Frauen einen Blowjob für 5 Euro machen“, so Senge.

Die meisten Prostituierten hier kommen aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien. Nachts bringt ihnen eine Krankenschwester saubere Nadeln und Kondome. Ein stadtweites Sperrgebiet für Straßenprostitution hat etwa Braunschweig neu erlassen – „zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstandes“. Die Berliner CDU will es nach der Wahl durchsetzen.

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