Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auf dem 17. Petersberger Klimadialog grundsĂ€tzlich zum Klimaschutz bekannt. Zugleich machte er die EinschrĂ€nkung, dass dieser nicht die WettbewerbsfĂ€higkeit der Industrie behindern dĂŒrfe. »Klimaschutz darf nicht die industrielle Basis unserer LĂ€nder gefĂ€hrden«, sagte Merz in seiner Rede in Berlin.
»Ein Wandel, der zu einer â Deindustrialisierung fĂŒhrt, wird in âder Bevölkerung keine Akzeptanz finden und letztendlich die Innovation behindern«, sagte der Kanzler. Deutschland sei dennoch entschlossen, einen starken Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. So werde das Land weiterhin âein wichtiger Geber fĂŒr öffentliche Klimafinanzierung sein.
Merz hob die Notwendigkeit hervor, Klimaschutz, Energiepolitik und Innovation stĂ€rker miteinander zu verknĂŒpfen. Klimapolitik mĂŒsse auch Politik »fĂŒr Sicherheit und weltweiten Wohlstand« sein. Der Bundesregierung sei dabei bewusst, dass der Klimawandel Konflikte verstĂ€rke, wirtschaftliche Kosten verursache und â etwa durch Extremwetter â SchĂ€den an Wirtschaft und Infrastruktur nach sich ziehe.
Als Mittel fĂŒr mehr Klimaschutz nannte der Kanzler den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. »Saubere Energie ist ein Treiber des Wachstums geworden«, sagte er. Der âCDU-Chef bekannte sich zudem zu einer COâ-Bepreisung ĂŒber ein Emissionshandelssystem. Dieses sei »marktbasiert und technologieneutral«, sagte Merz. Der EU-Emissionshandel mĂŒsse daher »beibehalten und fit fĂŒr die Zukunft« gemacht werden, »mit dem klaren Fokus auf der Bewahrung der WettbewerbsfĂ€higkeit«.
Vorbereitung auf die COP31
Im Mittelpunkt des 17. Petersberger Klimadialogs stand unter anderem die Frage, welchen Beitrag Klimapolitik zu einer sicheren Energieversorgung leisten kann. Diskutiert wurden dabei konkrete Wege zur Elektrifizierung von Wirtschaft, Verkehr und WĂ€rmeerzeugung sowie der weitere Ausbau erneuerbarer Energien als Ersatz fĂŒr Kohle, Ăl und Gas. DarĂŒber hinaus stand die internationale Klimafinanzierung auf der Agenda.
An dem zweitÀgigen internationalen Treffen nahmen Ministerinnen und Minister aus mehr als 40 LÀndern teil. Schwerpunkte waren der klimapolitische Austausch sowie die Vorbereitung der 31. Weltklimakonferenz (COP31), die vom 9. bis 20. November in Antalya stattfinden soll. Deutschland war durch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) und UmweltstaatssekretÀr Jochen Flasbarth vertreten.