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Gemeinsam erfolgreich

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Die Reederei Aida Cruises feiert an diesem Wochenende ihren 30. Geburtstag mit drei Schiffen in Hamburg. Im Hafen liegen dann die „AIDAperla“, die „AIDAsol“ und die „AIDAprima“. An Bord finden Veranstaltungen mit geladenen Gästen statt. Am Sonntagabend ab 18 Uhr versammeln sich die Kreuzfahrtschiffe zu einer Parade vor den Landungsbrücken.

Aida Cruises, das zum US-Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation gehört, hat seinen Hauptsitz seit jeher in Rostock. Doch besonders die Verbindung der Reederei mit dem Hamburger Hafen wirkt im Rückblick wie eine perfekte Symbiose. Im vergangenen Jahr verzeichnete Hamburg rund 1,4 Millionen Kreuzfahrtpassagiere und baute damit seine Position als führender deutscher Kreuzfahrthafen weiter aus. Rund 900.000 Kreuzfahrtpassagiere kamen dabei allein von Aida Cruises. Erst im Jahr 2004 hatte der Kreuzfahrtboom in Hamburg begonnen, mit dem ersten Anlauf der „Queen Mary 2“ der britischen Reederei Cunard. Kurz darauf startete auch das 1996 gegründete Aida Cruises seine Kreuzfahrten von und nach Hamburg.

„Aida Cruises ist es gelungen, die Kreuzfahrt von ihrem elitären Sockel zu holen und sie zu demokratisieren“, sagte am Donnerstag in Hamburg Felix Eichhorn, President von Aida Cruises. „17 Millionen Gäste waren in den vergangenen 30 Jahren bei uns an Bord. Darauf sind wir sehr stolz.“

Manchen Meilenstein in der Entwicklung der Kreuzfahrt haben der Hamburger Hafen und Aida Cruises gemeinsam erarbeitet. Die erste Landstromanlage in Hamburg, am Terminal Altona, wurde 2016 in Betrieb genommen, zunächst für die Versorgung der „AIDAsol“. Heutzutage steht Landstrom auf allen drei Hamburger Kreuzfahrterminals zur Verfügung. Jeder zweite Anlauf von Aida Cruises in Nordeuropa sei inzwischen mit Landstrom verbunden, in diesem Jahr sollen es insgesamt 600 Anläufe sein, sagte Eichhorn.

„Winterkreuzfahrten“ startete Aida Cruises seit 2017 vor allem von Hamburg aus. Inzwischen ist die Kreuzfahrt längst ein Ganzjahresgeschäft – auch für Aida Cruises. Die elf Schiffe umfassende Flotte werde erweitert und modernisiert, die kleineren und älteren Schiffe werden derzeit umfassend überarbeitet, mit rund 100 Millionen Euro Investition je Schiff.

Hamburg brachte der Boom der Kreuzfahrt ein weites Netzwerk mit vielen Unternehmen aus der Branche. Dessen jährlicher Gesamtumsatz betrage derzeit etwa 1,7 Milliarden Euro und rund 727 Millionen Euro Bruttowertschöpfung in der Hansestadt. Beteiligt seien daran etwa 7000 Beschäftigte, sagte Jens Meier, Chef der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA): „Das Kreuzfahrtgeschäft ist für Hamburg nach wie vor eine Nische, aber dieses Geschäft wächst wesentlich schneller und stärker als der Hafen insgesamt. Die Kreuzfahrt ist zu einer tragenden Säule des Hamburger Hafens geworden.“ Das HPA-Tochterunternehmen Cruise Gate Hamburg betreibt die drei Hamburger Kreuzfahrtterminals in Altona, auf Steinwerder und in der Hafencity.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Netzwerks ist das Fleet Operations Center der Carnival Corporation in der Hafencity. Von dort aus werden die Kreuzfahrtschiffe des Konzerns unter den Marken Aida Cruises, Costa Crociere, Cunard Line und P&O Cruises technisch überwacht und unterstützt. „Von Hamburg aus“, sagt Meier, „wird weltweit jedes zehnte Kreuzfahrtschiff gesteuert.“

Olaf Preuß ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG für Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet seit mehr als 30 Jahren über die maritime Wirtschaft, über Schifffahrt, Häfen und Werften.

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