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HBL: Blut-Pleite nach VAR-Rot! Flensburg-Katastrophe bei den EHF Finals

HBL: Blut-Pleite nach VAR-Rot! Flensburg-Katastrophe bei den EHF Finals
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Die Daikin Handball-Bundesliga (HBL) dominiert Europa. Mit Magdeburg und Berlin stehen die beiden Top-Teams im Champions-League-Halbfinale (13./14.6. in Köln). Ein deutsches Finale ist möglich. Bei den EHF Finals in Hamburg gibt es sogar ein deutsches Endspiel. Nach Wolff-Wahnsinn und Siebenmeter-Thriller setzte sich Kiel gegen Montpellier (29:28) durch. Das zweite Halbfinale in der Barclays Arena vor 11.023 Zuschauern war ebenfalls lange dramatisch! Am Ende setzte sich die MT Melsungen gegen Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt mit 37:30 (15:14) durch.

Halbfinal-Überraschung! Melsungen nimmt Revanche und wirft Flensburg raus!

Auch im zweiten Halbfinale war ordentlich Druck auf dem Kessel! Neben dem Titel und der 100.000-Euro-PrĂ€mie ging es vor allem um die Qualifikation fĂŒr die Champions League in der kommenden Spielzeit. Mit rund einer Million Euro an zusĂ€tzlichen Einnahmen kann der Cup-Sieger kalkulieren.

„Man spĂŒrt, dass dieses Jahr noch mehr dranhĂ€ngt. Alle Mannschaften spielen nicht nur um den Titel, sondern haben auch die Champions League im Hinterkopf“, erklĂ€rte SG-KapitĂ€n Johannes Golla (28) im BILD-GesprĂ€ch vor dem Wochenende.

Apropos Golla! FĂŒr Flensburgs Abwehrchef und KreislĂ€ufer war das Halbfinale ein besonderes Duell. Noch drei Spiele im SG-Trikot – dann wechselt er in seine hessische Heimat zur MT Melsungen. Mit dem Erfolg gegen den Titelverteidiger hielt die MT den Traum von Europa am Leben und schaltete einen direkten Konkurrenten aus.

Golla verschwendete daran wĂ€hrend der Partie keinen Gedanken. Der Nationalspieler stand unfreiwillig frĂŒh im Mittelpunkt. Nach einem Gerangel um den Ball knallte er mit SG-Kollege Simon Pytlick zusammen (8.): Kopf-Crash, Cut am rechten Auge – das Blut lief! Auf der Bank wurde Golla behandelt, musste sein blutverschmiertes Trikot wechseln und kehrte mit Turban zurĂŒck.

Der Champions-League-Druck ist spĂŒrbar. Flensburg hat Probleme in der Defensive und kann das Sieben-gegen-Sechs der Melsunger kaum stoppen. Auch die TorhĂŒter sind kein Faktor. Anders die MT! Im Vorjahr nach VerlĂ€ngerung (34:35) an der SG gescheitert, spielen die Hessen dieses Mal befreit auf. Vor allem der dĂ€nische RĂŒckraum-Shooter Aaron Mensing hat Spaß. Der Ex-Flensburger trifft gegen seine alten Kollegen wie im Training. Melsungen liegt bereits zur Halbzeit mit 15:14 vorn.

SG-PrĂ€sident Dierk SchmĂ€schke stöhnt zur Pause: „Ausgeglichen. Ich bin froh, dass wir wieder zurĂŒckgekommen sind. Zwei starke Abwehrreihen. Ich hoffe, dass unsere TorhĂŒter besser ins Spiel kommen. Ich fĂŒrchte, es bleibt spannend.“

Tut es nicht, denn Melsungen marschiert, verteidigt den Vorsprung und baut ihn leidenschaftlich auf sieben Tore aus. Auch dank Nebojsa Simic. Der MT-Torwart im Bundesliga-Duell mit sensationellen Paraden. Flensburg kĂ€mpft, findet aber keine Antwort auf die starke Offensive der Nordhessen. So gelingt der MT die ersehnte Revanche fĂŒr das bittere Halbfinal-Aus im Vorjahr.

Im Endspiel am Sonntag (18 Uhr, DAZN und Dyn live) trifft die MT Melsungen auf Kiel, Flensburg bestreitet das Duell der EnttÀuschten um Platz 3 (15 Uhr, DAZN und Dyn) gegen Montpellier.

  • EnttĂ€uschend: Am Tag vor der Entscheidung ĂŒber das Olympia-Referendum in Hamburg sucht man Senatsmitglieder einmal mehr inmitten der sportbegeisterten Fans vergeblich. Inactive City


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