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Israel plant die Errichtung einer "Pufferzone" im Libanon

Israel plant die Errichtung einer "Pufferzone" im Libanon

Die israelische Armee hat angekĂŒndigt, eine "Pufferzone" im Libanon zu errichten. Diese solle die Einwohner im israelischen Grenzgebiet zum Libanon vor "jeder Bedrohung" schĂŒtzen, sagte Armeesprecher Effie Defrin." Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt", sagte MilitĂ€rsprecher Nadav Schoschani. Es handele sich um eine taktische Maßnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern. "Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre EinsĂ€tze gegen uns ausweiten", sagte er.

Unterdessen sollen Bodentruppen der israelischen Armee bereits in eine Grenzregion im SĂŒdlibanon vorgedrungen sein, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Armeekreise berichtet. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, das israelische MilitĂ€r sei 100 bis 300 Meter tief in die Gegenden um Kfar Kila und Qausa eingedrungen. Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der NĂ€he zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der israelische Armeesprecher nicht sagen.

Die libanesische Armee kĂŒndigte einen RĂŒckzug ihrer Posten bis zehn Kilometer von der Grenze an. Die Entscheidung sei getroffen worden, um die Sicherheit der Soldaten zu gewĂ€hrleisten, hieß es aus MilitĂ€rkreisen. Nachdem es zu einer "Eskalation" seitens der israelischen Armee gekommen sei, habe die libanesische Armee ihre Truppen an mehrere andere Stellungen verlegt. Das berichtet auch die Zeitung unter Berufung auf libanesische Quellen.

Israel fordert Menschen zur Flucht auf

Verteidigungsminister Israel Katz kĂŒndigte am Morgen an, dass die israelische Armee im Libanon weiter vorrĂŒcken wolle. "MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu und ich haben die israelischen StreitkrĂ€fte angewiesen, vorzurĂŒcken und weitere strategische Stellungen im Libanon unter Kontrolle zu bringen", sagte Katz.

Das israelische MilitĂ€r forderte die Bewohner von insgesamt 53 Ortschaften im SĂŒden ​Libanons zum Verlassen ihrer Siedlungen auf. Zuvor hatte die israelische Armee bereits ihre Truppen entlang der Grenze zum Nachbarland verstĂ€rkt. Soldaten seien zusĂ€tzlich zu den fĂŒnf Posten entsandt worden, die dort seit dem Waffenstillstand vom November 2024 im Einsatz sind, berichteten israelische Medien unter Berufung auf Armeeangaben.

MilitĂ€rsprecher Schoschani betonte, es handele sich um Aussichtspunkte, von denen aus israelische Ortschaften ĂŒberblickt werden könnten. Die Hisbollah könnte von dort aus Wohngebiete direkt beschießen oder gar in diese eindringen, warnte der MilitĂ€rsprecher. "Und deshalb stationieren wir unsere Truppen dort, um sicherzustellen, dass sie dazu keine Möglichkeit haben."

Mindestens 30.000 Menschen auf der Flucht

Seit Beginn der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah haben nach Angaben des UN-FlĂŒchtlingshilfswerks ​UNHCR mindestens 30.000 Menschen im Libanon Schutz in NotunterkĂŒnften gesucht. "Konservativen SchĂ€tzungen zufolge wurden fast 30.000 Menschen in SammelunterkĂŒnften aufgenommen und registriert", sagte ein UNHCR-Sprecher. Viele weitere hĂ€tten in ihren Autos am Straßenrand geschlafen oder steckten im Stau.

Aus Teilen des SĂŒdlibanon, der Bekaa-Ebene im Ostlibanon und sĂŒdlichen Vororten von Beirut seien "bedeutende Bevölkerungsbewegungen" gemeldet worden, teilte der UNHCR-Sprecher weiter mit. Der zustĂ€ndige Regionaldirektor des WelternĂ€hrungsprogramms (WFP), Samer Abdel Dschaber, rechnete nach eigenen Angaben damit, dass die Zahl der Betroffenen im Libanon noch "erheblich steigt".

Hisbollah griff Ziele in Israel an

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste FĂŒhrer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen FĂŒhrung getötet. Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat auch den Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Miliz Hisbollah im Libanon wieder eskalieren lassen.

Die vom Iran finanzierte Miliz, die im November 2024 einen Waffenstillstand mit Israel geschlossen hatte, hat in der Nacht zum Montag begonnen, Ziele im Norden Israels mit Raketen und Drohnen anzugreifen. Israel reagierte sofort mit Gegenangriffen und bombardierte sĂŒdliche Vororte der Hauptstadt Beirut sowie Dutzende Ortschaften im SĂŒden des Libanon.

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