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Klingbeil will Ehegattensplitting abschaffen und Rente reformieren

Klingbeil will Ehegattensplitting abschaffen und Rente reformieren

Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil fordert tiefgreifende VerĂ€nderungen auf dem Arbeitsmarkt, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. "Wir werden als Gesellschaft insgesamt mehr arbeiten mĂŒssen", sagte der SPD-Co-Vorsitzende in einer Grundsatzrede in der Bertelsmann-Stiftung. Um mehr TeilzeitkrĂ€fte dazu zu motivieren, in Vollzeit zu arbeiten, will er das Ehegattensplitting in der heutigen Form abschaffen und die Kinderbetreuung ausbauen.

Dazu schlug er vor, die Rente weniger an einem Alter festzumachen und vielmehr an der Anzahl der Beitragsjahre. Man mĂŒsse damit aufhören, ein frĂŒheres Ausscheiden aus dem Berufsleben zu fördern. Stattdessen solle man lĂ€ngeres Arbeiten attraktiver machen.

Zudem forderte Klingbeil, dass Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lĂ€nger befristet einstellen dĂŒrfen, als das bislang der Fall ist. Damit wolle er Innovation und unternehmerisches Risiko fördern und dadurch mehr Jobs schaffen, sagte der Minister. Asylbewerber sollen in Zukunft bereits nach drei Monaten ihre AbschlĂŒsse anerkannt bekommen und arbeiten dĂŒrfen, forderte Klingbeil: "DarĂŒber hinaus werden wir weiter offensiv um qualifizierte FachkrĂ€fte aus aller Welt werben."

Außerdem plant Klingbeil eine Reform der Einkommenssteuer, die 95 Prozent der BeschĂ€ftigten entlasten soll. "Und zwar merklich (
), mit einigen hundert Euro im Jahr", sagte er. Er wolle dies ausgleichen, indem Menschen mit hohem Einkommen und hohem Vermögen "einen Beitrag leisten". Durch eine Reform der Erbschaftssteuer wolle er die aktuelle Regelung verĂ€ndern, nach der oft kleinere Erbschaften stĂ€rker besteuert werden als grĂ¶ĂŸere.

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