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Mail von Martenstein: Liebe Kölner Stadträt*innen,

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Ihr habt mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken etwas Revolutionäres beschlossen. In Zukunft muss es bei allen Straßenfesten in Köln ein „Awareness Konzept“ geben. Das heißt: Betreuer kümmern sich um alle, die sich irgendwie „unwohl“ fühlen. Oder sogar „diskriminiert“.

Klar, Sicherheitspersonal ist eh vorhanden. Aber man kann sich ja einerseits sicher fühlen, aber trotzdem irgendwie unwohl. Zum Beispiel, weil der FC dauernd verliert oder man verdorbenen Fisch gegessen hat. Dafür gibt es jetzt eine Anlaufstelle.

Unklar ist, welche Qualifikation eine Unwohlsamkeitsbeauftragte haben muss. Es gibt noch keine Lehrstühle, wo man in Unwohlseinstherapie promovieren könnte.

Als erste werden jedenfalls die Veranstalter am Unwohlstand Schlange stehen, die für all die Unwohlberater bezahlen müssen und sich deshalb unwohl fühlen.

Das sind Jobs, die noch Zukunft haben. Bei euch in Köln gibt es die Abteilung Vielfalt im Büro für Diversity Management, das Amt für Integration und Vielfalt, das Antidiskriminierungsbüro, das Antirassismus Informationszentrum und noch so viel mehr.

Alle, die bei VW, der Commerzbank oder der BASF ihren Job verlieren, sollten nach Köln kommen und dort ins Antidiskriminierungs- und Wohlfühlbusiness einsteigen.

Ich hoffe, das ist vom Feeling her okay für euch.

Herzlich Harald Martenstein

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