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Mord in Tech-Branche: China exekutiert Killer von Gaming-Milliardär

Mord in Tech-Branche: China exekutiert Killer von Gaming-Milliardär
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Shanghai – Es war einer der spektakulärsten Kriminalfälle der chinesischen Tech-Welt: Am 25. Dezember 2020 wurde Gaming-Milliardär Lin Qi (†39) Opfer eines feigen Mordanschlags. Jetzt ist das 2024 verhängte Todesurteil gegen den Killer vollstreckt worden. Wie chinesische Medien berichten, wurde Xu Yao (43) am 21. Mai 2026 exekutiert. Der gelernte Jurist und Ex-Partner des Opfers steckt hinter dem akribisch geplanten Giftmord, der weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Lin Qi gehörte zu den bekanntesten Unternehmern der chinesischen Gaming-Branche, mit seiner Firma Yoozoo Games verdiente er Milliarden (u. a. Game of Thrones: Winter Is Coming). International sorgte er zudem für Aufsehen, weil er sich die Rechte an der Sci-Fi-Erfolgsreihe „Die drei Sonnen“ („3 Body Problem“) gesichert hatte, die später von Netflix verfilmt wurde.

„Breaking Bad“ als Inspiration

Doch hinter den Kulissen des chinesischen Tech-Riesen tobte offenbar ein heftiger Machtkampf. Xu Yao leitete zeitweise die Tochterfirma „Three-Body Universe“, die für die Vermarktung der Reihe ‚Die drei Sonnen‘ verantwortlich war. Laut Ermittlern stritten er und der Yoozoo-Boss massiv über Einfluss, Geschäftsentscheidungen und Geld. Doch im Verborgenen arbeitete Xu Yao bereits an seinem perfiden Plan. Medienberichten zufolge richtete er dafür ein eigenes Labor ein, in dem er mit verschiedenen toxischen Substanzen experimentierte. Ermittler brachten dies später mit seiner offenbar großen Faszination für die US-Serie „Breaking Bad“ in Verbindung, in der ein Chemielehrer sein Wissen nutzt, um gefährliche Substanzen herzustellen.

Im Dezember 2020 verabreichte der Manager seinem Chef schließlich mehrere toxische Substanzen, versteckt in Lebensmitteln und Getränken. Lin Qi kam zunächst mit schweren Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus. Tage später starb der Milliardär trotz intensiver Behandlung an Organversagen. Nur wenig später wurde Xu verhaftet.

Laut Gericht wurden vier weitere Menschen aus dem Unternehmensumfeld vergiftet. Sie überlebten die Attacken. Nun wurde das Urteil vollstreckt. Die chinesischen Behörden machten keine Angaben dazu, wo und wie die Hinrichtung vollstreckt wurde. In China werden Todesurteile heute meist per Giftspritze vollzogen.

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