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Nachgehakt von Alfred Draxler: Nur noch 40 Prozent, dass Max Eberl bleibt

Nachgehakt von Alfred Draxler: Nur noch 40 Prozent, dass Max Eberl bleibt
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Wer Uli Hoeneß kennt, der weiß, dass der Bayern-Patron selten etwas ohne Plan sagt oder tut. Ich bin sicher – auch diesmal!

Im Spiegel-Interview hat er zur Zukunft von Sport-Vorstand Max Eberl gesagt: „60 zu 40 fĂŒr eine VerlĂ€ngerung.“ Und auf die Frage, ob noch Zweifel am Sport-Manager bestehen, war die Antwort: „Ja!“

Und zack, mal eben den Eberl demontiert!

Nach diesem Interview hat sich die Prozentrechnung umgedreht. FĂŒr mich sind Eberls Chancen auf einen Verbleib jetzt nur noch bei 40 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass er gehen muss, liegt bei 60 Prozent.

Wer trotz Meisterschaft und DFB-Pokalsieg öffentlich so angezÀhlt wird, kann auf jeden Fall schon mal schauen, wo auf dem Dachboden die Koffer stehen.

Ist Eberl nun ein guter oder schlechter Sport-Boss?

In Leipzig wurde er 2023 wegen „fehlendem Commitment“ gefeuert. Also fehlendem Bekenntnis. Eine BegrĂŒndung, die es so im Profifußball wohl noch nie gegeben hat. Es hieß damals, er sei mehr in MĂŒnchen als in Leipzig gewesen.

Stark von ihm: Beim FC Bayern hat er mit den Verpflichtungen von Michael Olise und Luis Diaz ein goldenes HĂ€ndchen bewiesen und den Grundstein fĂŒr diese erfolgreiche Saison gelegt.

Bei Trainer Vincent Kompany hatte Eberl – so ehrlich muss man sein – mehr GlĂŒck als Fußballverstand. Nach dem Scheitern von Tuchel herrschte im FrĂŒhjahr 2024 an der SĂ€bener Straße wochenlang Ausnahmezustand.

Wunschlösung Alonso sagte ab. Man wollte Nagelsmann, der verlÀngerte schnell seinen Vertrag als Bundestrainer. Rangnick war lange interessiert, sagte dann ab. Und dann der Tiefpunkt. Plötzlich wurde tatsÀchlich wieder mit Tuchel verhandelt.

Hoeneß im Spiegel-Interview: „Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer und ich haben das verhindert.“

Kompany war am Ende eine spĂ€te, aber glĂŒckliche Lösung.

Beim FC Bayern heißt es, Eberls VertragsverlĂ€ngerungen von Musiala, Davies, Upamecano und Kimmich seien zu teuer gewesen. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Aber wenn es stimmt, dass allein die Unterschrift von Alphonso Davies 20 Millionen Euro „Signing Fee“ (UnterschriftengebĂŒhr) gekostet hat, ist das kaum einem Bayern-Fan zu vermitteln.

Vielleicht ist Max Eberl zu 60 Prozent gut, aber zu 40 Prozent weniger gut. FĂŒr die hoch gesteckten Bayern-AnsprĂŒche wĂ€re das wahrscheinlich zu wenig!

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