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Putin droht Kiew und Botschaften: EU kontert Kreml-Drohungen

Putin droht Kiew und Botschaften: EU kontert Kreml-Drohungen
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Moskau – Die EinschĂŒchterungsversuche aus Moskau werden schĂ€rfer – Kiew soll zittern. Kremlchef Wladimir Putin (73) droht: AuslĂ€nder und Botschaften sollen die ukrainische Hauptstadt so schnell wie möglich verlassen. EU-Vertreter weisen die Aufforderung mit deutlichen Worten zurĂŒck.

Außenminister Sergej Lawrow (76) kontaktierte laut Berichten US-Außenminister Marco Rubio (54) persönlich und sagte, US-BĂŒrger sollten die Stadt verlassen. Doch aus BrĂŒssel kommt ein klares Signal. Die EU-Botschafterin in Kiew, KatarĂ­na MathernovĂĄ, widerspricht öffentlich. Auf X schreibt sie: „Russland droht wieder Diplomaten und AuslĂ€ndern und fordert uns auf, Kiew zu verlassen. Aber wir gehen nirgendwohin! Russland will Angst. Panik. Isolation der Ukraine. Es wird nicht funktionieren. Europa geht nirgendwohin. Wir bleiben in Kiew. Wir bleiben bei der Ukraine.“

Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha ruft die VerbĂŒndeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen. Hintergrund ist die Eskalation nach einem Angriff auf die von Russland kontrollierte Stadt Starobilsk. Russland will nun systematisch RĂŒstungsobjekte und „Entscheidungszentren“ in Kiew angreifen, heißt es in einer Mitteilung.

Lawrow rechtfertigte das Vorgehen im GesprĂ€ch mit Rubio als Reaktion auf ukrainische Angriffe gegen Zivilisten. Moskau verweist dabei auf einen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland kontrollierten Region Luhansk am Freitag. Die Ukraine weist das zurĂŒck und erklĂ€rt, sie habe eine militĂ€rische Kommandoeinheit getroffen.

Russland greift Hinterland an

Die Drohungen Putins folgen auf einen der schwersten Angriffe auf Kiew seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren. Am Sonntag beschoss Russland die Hauptstadt massiv und setzte dabei auch eine atomwaffenfÀhige Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik ein. Es war das dritte Mal, dass diese Waffe zum Einsatz kam.

Bei den Angriffen kamen in Kiew zwei Menschen ums Leben, 91 wurden verletzt. Zahlreiche europÀische Politiker, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (70), verurteilten den Angriff. Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj (48) beklagte in seiner abendlichen Videoansprache geringe Fortschritte mit den USA beim Ausbau der Produktion von Raketenabwehrsystemen und erklÀrte, er erwarte neue diplomatische Schritte aus Washington.

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