Im neuen Deutschlandtrend der ARD ist die SPD auf ihren niedrigsten Wert seit August 2019 gefallen. Die Partei verlor im Vergleich zu Anfang MÀrz einer Befragung des Instituts Infratest dimap zufolge zwei Prozentpunkte und fiel auf zwölf Prozent. Die Union verlor ebenfalls zwei Prozentpunkte und erreichte nur noch 26 Prozent in der WÀhlergunst.
Dagegen gewann die AfD im Vergleich zu Anfang MĂ€rz zwei Prozentpunkte hinzu und lag mit 25 Prozent nur noch knapp hinter der Union. Die GrĂŒnen legten einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zu, die Linke einen Prozentpunkt auf zehn Prozent. BSW und FDP wurden in der neuen Umfrage bei jeweils drei Prozent verortet und wĂŒrden damit nicht in den Bundestag einziehen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wĂ€re.
Parallel dazu zeigten sich die Befragten noch unzufriedener mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung aus Union und SPD. 84 Prozent der Befragten sind damit aktuell weniger oder gar nicht zufrieden, das waren elf Prozentpunkte mehr als Anfang MĂ€rz. Nur noch 15 Prozent sind mit deren Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden.
Höhere Reichensteuer und Senkung der Einkommensteuer
66 Prozent der Menschen in Deutschland fĂŒhlen sich demnach zudem durch Steuern und Sozialabgaben zu stark belastet. Unter den Befragten im erwerbsfĂ€higen Alter sind es sogar 72 Prozent. Bei den Ăber-65-JĂ€hrigen sind es 56 Prozent. Nur 28 Prozent und damit nicht ganz ein Drittel empfinden die Belastung als angemessen.
76 Prozent der Befragten halten es deswegen auch fĂŒr eine gute Idee, die Einkommensteuer fĂŒr höhere Einkommen anzuheben und gleichzeitig die Einkommensteuer fĂŒr geringe und mittlere Einkommen zu senken. SPD und Union verhandeln aktuell ĂŒber eine neue Verteilung der Einkommensteuer, die SPD will niedrigere Einkommen entlasten, die Union stellt sich bisher quer. 72 Prozent der Befragten befĂŒrworten der Umfrage zufolge zudem höhere Steuern fĂŒr Alkohol, Tabak oder Softdrinks. Auch darĂŒber gibt es in der Regierung bereits Beratungen.
Infratest dimap befragte fĂŒr den aktuellen Deutschlandtrend 1.316 Wahlberechtigte. Die Befragung lief laut ARD am Montag und Dienstag.