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Spygate: Southampton hält trotz vernichtender Spionage-Enthüllungen an Tonda Eckert fest

Spygate: Southampton hält trotz vernichtender Spionage-Enthüllungen an Tonda Eckert fest
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Der Spygate-Skandal um Southampton-Trainer Tonda Eckert (33). Vor zwei Wochen wurde der englische Zweitligist von den Playoffs für den Aufstieg in die Premier League ausgeschlossen. Zuvor war bekannt geworden, dass der Klub das Training von Gegner Middlesbrough illegal beobachten ließ.

Southampton fechtete den Ausschluss an. Die Details der Berufungsverhandlung vom 20. Mai wurden nun vom Ligaverband EFL veröffentlicht. Und sorgen in der englischen Medienwelt erneut für einen Aufschrei.

So fordert die „Daily Mail“: „Das verblendete Southampton muss Tonda Eckert JETZT wegen der jüngsten vernichtenden Enthüllungen im Spygate-Skandal entlassen – die Fans dieses stolzen Vereins werden durch diese abscheuliche Affäre in den Dreck gezogen, und es ist an der Zeit, sich von ihm zu trennen.“

Die Einzelheiten aus der Verhandlung zeigen ein ausgetüfteltes Spionage-System. So wurden dem Praktikanten, der das Middlesbrough-Training beobachten sollte, zur Vorbereitung vorab Drohnenaufnahmen des Trainingsgeländes gezeigt.

Praktikanten-Spion handelte auf Eckerts Wunsch

Der Praktikant, der auf expliziten Wunsch von Eckert handelte, wurde am Platz von Middlesbrough-Mitarbeitern bemerkt und löschte im Anschluss sein LinkedIn-Profil, um eine mögliche Identifizierung über sein Profilbild zu vermeiden. Zuvor hatte er bereits drei Videos vom Training an Kollegen gesendet.

In der Verhandlung wurden auch zwei weitere Spionage-Missionen beleuchtet. Im Dezember reiste der Praktikant zum Trainingsgelände von Oxford United. Eckert wollte über die taktische Ausrichtung informiert werden, da der Verein kurz zuvor den Trainer gewechselt hatte. Ein hochrangiger Mitarbeiter schrieb dem Praktikanten auf WhatsApp: „Versuche bitte, so viel wie möglich herauszufinden. Du Legende. Der Trainer war begeistert.“

Auch vor dem Heimspiel gegen Ipswich im April unternahm Southampton einen Spionage-Versuch. Eckert wurde auf eine Ipswich-Trainingseinheit im nahegelegenen Eastleigh (15 Minuten von Southampton entfernt) aufmerksam gemacht.

Zur Beschattung wurde dem Praktikanten eine Tarngeschichte an die Hand gegeben. Er schlüpfte in die Kleidung eines lokalen Vereins und gab sich auch als Mitarbeiter jenes Klubs aus. Zudem wurde Videomaterial von den Sicherheitskameras am Trainingsplatz an Southampton geschickt.

Resümierend steht im EFL-Dokument: „Diese jüngeren Mitarbeiter sahen sich gezwungen, etwas zu tun, womit sie sich sehr unwohl fühlten, weil sie glaubten, ihre Arbeitsplätze wären andernfalls in Gefahr. Insofern wurden sie ausgenutzt.“

Trotz der wahnwitzigen Spionage-Unternehmungen hält Southampton an Eckert fest. Klub-Boss Dragan Solak (61) sagte zu BBC Sport: „Ich finde, er verdient eine zweite Chance, und ich würde sie ihm geben. Ich würde ihn sogar voll und ganz unterstützen, denn ich halte ihn für einen äußerst talentierten Trainer.“

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