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Starkregen, Gewitter: Tote und Verletzte bei Unwetter in Deutschland

Starkregen, Gewitter: Tote und Verletzte bei Unwetter in Deutschland
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UmgestĂŒrzte BĂ€ume, Verkehrschaos, mehrere Verletzte – und zwei Tote! Kurz vor dem offiziellen meteorologischen Sommerbeginn wurden weite Teile Deutschlands am Wochenende von heftigen Gewittern, Sturm und Starkregen heimgesucht. Besonders heftig traf das Unwetter SĂŒddeutschland, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

In Bruchsal in Baden-WĂŒrttemberg verlor ein Autofahrer (65) bei Starkregen und Aquaplaning auf der B35 die Kontrolle ĂŒber seinen Wagen. Er geriet in den Gegenverkehr und krachte dort frontal in ein Auto. Dessen Fahrer (55) und die Beifahrerin (54) starben, der Unfallverursacher wurde schwer verletzt.

In Ramsau bei Berchtesgaden krachte ein Baum auf einen Mercedes-Pickup. Dabei wurde das Dach des Wagens so stark eingedrĂŒckt, dass ein 15-jĂ€hriger Junge auf der RĂŒckbank eingeklemmt und schwer verletzt wurde, wie die „Passauer Neue Presse“ zuerst berichtete. Er musste von der Feuerwehr befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden. In Niederbayern wurde ein Ehepaar von einem herabfallenden Balken eines KirchengerĂŒsts getroffen und an Kopf und Schultern verletzt, im frĂ€nkischen Bayreuth stĂŒrzte ein Baum auf mehrere Autos. Schaden: rund 25.000 Euro.

An der A3 bei Velburg in der Oberpfalz knickten wĂ€hrend des Unwetters drei Strommasten ab. In OsnabrĂŒck (Niedersachsen) schlug der Blitz wĂ€hrend einer Taufe in die Pauluskirche ein. Verletzt wurde niemand. Laut Polizei hĂ€tten einige Beteiligte von einem eindrucksvollen „Gruß von oben“ gesprochen.

Probleme bei der Deutschen Bahn

In großen Teilen Nordrhein-Westfalens wurden Straßen und Keller ĂŒberflutet. Allein in Grevenbroich musste die Feuerwehr 15 Mal anrĂŒcken: Zahlreiche BĂ€ume waren umgestĂŒrzt, Straßen waren blockiert und Autos zerstört. Auch die Reparaturteams der Deutschen Bahn waren nach dem Gewitter im Dauereinsatz. Umgeknickte BĂ€ume blockierten die Gleise oder hatten die Oberleitungen beschĂ€digt. Am Samstag war der Zugverkehr im nördlichen Ruhrgebiet und im MĂŒnsterland gestört.

Zum Sommeranfang am Montag (1. Juni) drohen weitere Unwetter in Deutschland. „Nur weil es heißt, dass da Sommeranfang ist, bedeutet das nicht, dass es ab jetzt die Sommerwerte gibt“, sagte Meteorologin Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Es ziehen Schauer auf, besonders im Osten drohen Gewitter, warnt der DWD. Die Temperaturen erreichen trotzdem 20 bis 26 Grad.

Unwettergefahr auch am Dienstag

Und ab Dienstag wird es dann noch ungemĂŒtlicher: Von Westen rollen schauerartige, teils gewittrige RegenfĂ€lle heran. Zur Wochenmitte droht zudem Starkregen. Im SĂŒdwesten soll das Gewitterrisiko in der Nacht zum Montag zwar abnehmen, aber spĂ€testens am Dienstag sind laut dem DWD wieder Gewitter wahrscheinlich. Die Badesachen können in den nĂ€chsten Tagen also erst einmal im Schrank bleiben.

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