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US-Bundesstaat Washington: Tote nach Explosion in Verpackungsfirma

US-Bundesstaat Washington: Tote nach Explosion in Verpackungsfirma
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Longview (USA) – Eine massive Explosion erschütterte am Dienstagmorgen gegen 7.15 Uhr Ortszeit die Kleinstadt Longview im Bundesstaat Washington im äußersten Nordwesten der USA. Die Feuerwehr teilte auf Facebook in einem Statement mit der Firma und den örtlichen Behörden mit, es gebe Tote und Verletzte. Auf dem Gelände der Papierfabrik „Nippon Dynawave“ am Columbia River soll ein riesiger Chemie-Tank detoniert sein.

Nach Angaben der Behörden soll sich der rund 300.000 Liter große Tank mit sogenannter „Weißlauge“ – einer hochätzenden Chemikalienmischung, die bei der Papierherstellung eingesetzt wird – entzündet haben. Der Tank soll zum Zeitpunkt der Explosion zu etwa 60 Prozent gefüllt gewesen sein, erklärte Feuerwehrchef Scott Goldstein bei einer Pressekonferenz.

Die Wucht der Explosion war enorm: Dichte Rauchwolken stiegen über dem Fabrikgelände auf, Sirenen heulten, Rettungskräfte eilten im Großeinsatz zum Unglücksort. Für die rund 83.000 Einwohner ist das Unglück ein Schock. In Longview kennt fast jeder jemanden, der in der Fabrik arbeitet – viele Familien bangen jetzt um Angehörige und Freunde.

Neun Fabrikarbeiter gelten weiterhin als vermisst. Zudem wurden bei der Explosion und der aus dem Tank austretenden chemischen Lösung mehrere Menschen teils schwer verletzt. Insgesamt mussten zehn Personen ins Krankenhaus gebracht werden – darunter neun Mitarbeiter der Fabrik sowie ein Feuerwehrmann. Einige der Verletzten schweben nach Behördenangaben in Lebensgefahr.

Besonders emotional ist der Einsatz für viele der Rettungskräfte selbst: In der kleinen Stadt kennen zahlreiche Feuerwehrleute und Ersthelfer die Arbeiter der Fabrik persönlich. „Viele der Einsatzkräfte hier haben Freunde oder Angehörige, die auf dem Gelände arbeiten. Das macht diesen Einsatz besonders emotional belastend“, erklärte Feuerwehrchef Scott Goldstein bei einer Pressekonferenz sichtlich bewegt.

Trotz der dramatischen Situation arbeiteten die Einsatzkräfte weiter unter Hochdruck, während viele gleichzeitig um Menschen bangen, die sie persönlich kennen. An dem Großeinsatz sind zahlreiche Behörden beteiligt, darunter Gefahrgut-Spezialisten, Rettungsdienste und mehrere Feuerwehren aus der Region. Die Ursache der Explosion ist bislang unklar. Nach aktuellem Stand bestehe jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung.

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