Vor dem Hintergrund einer möglichen Eskalation im Irankrieg haben mehrere Demokraten die Amtsenthebung von US-PrĂ€sident Donald Trump gefordert und ihn zur MĂ€Ăigung aufgerufen. "Der PrĂ€sident hat den Verstand verloren", schrieb der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz. "Trump eskaliert einen verheerenden, völkerrechtswidrigen Krieg, droht mit massiven Kriegsverbrechen und nimmt zivile Infrastruktur im Iran ins Visier", teilte die iranischstĂ€mmige Abgeordnete Yassamin Ansari aus Arizona mit.
Zuletzt mehrten sich zudem die Forderungen nach einer Amtsenthebung des US-PrĂ€sidenten. "Der Kriegsverbrecher im WeiĂen Haus droht mit Genozid", teilte die Abgeordnete Rashida Tlaib aus Michigan mit. "Dieser Wahnsinnige sollte aus dem Amt entfernt werden", forderte sie. Die Parlamentarierin Diana DeGette aus Colorado schrieb, Trump drohe "offen mit Kriegsverbrechen gegen die gesamte iranische Zivilisation", und rief den Kongress auf, ein Verfahren nach dem 25. Zusatzartikel der US-Verfassung einzuleiten.
Neben einem regulĂ€ren Amtsenthebungsverfahren kann nach dem Zusatzartikel der Kongress den PrĂ€sidenten mit Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern fĂŒr amtsunfĂ€hig erklĂ€ren. Derzeit haben die Demokraten allerdings weder im Senat noch im ReprĂ€sentantenhaus eine Mehrheit. Laut dem unterstĂŒtzten zuletzt ĂŒber 20 Kongressmitglieder eine Amtsenthebung des US-PrĂ€sidenten. Ein Sprecher der US-Regierung bezeichnete die Ăberlegungen als "lĂ€cherlich".
Kritik auch von Republikanern
Auch mehrere konservative Stimmen haben sich an den Aussagen des US-PrĂ€sidenten gestört. Die frĂŒhere republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene forderte ebenfalls eine Amtsenthebung. "Das ist böse und wahnsinnig", schrieb die Trump-Kritikerin. "Das entspricht nicht unserem SelbstverstĂ€ndnis und steht im Widerspruch zu den GrundsĂ€tzen, von denen sich Amerika seit jeher leiten lĂ€sst", teilte der republikanische Abgeordnete Nathaniel Moran aus Texas mit. Der Maga-AnhĂ€nger Tucker Carlson teilte mit, es sei an der Zeit, dem PrĂ€sidenten eine Grenze aufzuzeigen.
Laut dem Nachrichtenportal hatte die Kritik ihren Höhepunkt nach den jĂŒngsten Drohungen des US-PrĂ€sidenten erreicht. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurĂŒckzukehren", hatte Trump auf seiner Plattform angekĂŒndigt. Die UN verurteilten die ĂuĂerung, der Iran brach den direkten Kontakt mit den USA Berichten zufolge ab. Bereits in den letzten Tagen hatte der US-PrĂ€sident dem Iran mehrfach gedroht, sollte die FĂŒhrung in Teheran die StraĂe von Hormus nicht bis zum Ende des von ihm gestellten Ultimatums in der Nacht zum Mittwoch öffnen.