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Vor der Pleite: Bekanntem Getränkehersteller geht der Saft aus

Vor der Pleite: Bekanntem Getränkehersteller geht der Saft aus
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Nörten-Hardenberg – Große Sorgen bei Hunderten Investoren – und auch bei vielen Saft-Liebhabern in Deutschland: Dem bekannten Fruchtsafthersteller Beckers Bester droht offenbar die Insolvenz. Zahlreiche Anleger warten schon seit Monaten auf ihr Geld. Wie geht es für das 1932 gegründete Familienunternehmen weiter?

Der Traditionsbetrieb aus Nörten-Hardenberg in Niedersachsen bereitet wohl eine Insolvenz in Eigenverwaltung vor. Das geht aus einem Schreiben der Investmentplattform Invesdor an betroffene Anleger hervor. Zuvor hatte die Lebensmittel Zeitung berichtet. Betroffen sind Investoren, die über die Crowdinvesting-Plattform Finnest (heute Invesdor) Geld in Beckers Bester angelegt haben. Seit Mitte 2025 erhalten sie weder Zins- noch Rückzahlungen.

Warum die Insolvenz droht

Der Getränkehersteller, der sich in vierter Generation im Familienbesitz befindet, begründet den Zahlungsstopp mit einem sogenannten Solvenzvorbehalt. Heißt: Nach Einschätzung von Beckers Bester könnten Auszahlungen die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens gefährden.

Investitionen in Millionenhöhe

Ende April versuchte Beckers Bester scheinbar, eine Einigung mit den Investoren zu erzielen. Das Angebot: Anleger sollten lediglich zehn Prozent ihres ursprünglich investierten Kapitals zurückerhalten. Doch eine Einigung kam bislang nicht zustande. Dabei geht es um viel Geld. Nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) sammelte der Fruchtsafthersteller in mehreren Finanzierungsrunden insgesamt mehrere Millionen Euro ein. Das Kapital sollte u. a. in den Ausbau der Produktion fließen.

Wie es weitergehen könnte

Für die Anleger birgt die gewählte Finanzierungsstruktur ein besonderes Risiko. Die Investments wurden als sogenannte Nachrangdarlehen vergeben. Im Falle einer Insolvenz bekämen sie also erst ihr Geld zurück, nachdem andere Gläubiger berücksichtigt wurden. Nach Angaben von Invesdor besteht zwar weiterhin die Chance auf eine außergerichtliche Einigung. Möglich sei auch ein neues Angebot an die Anleger. Bislang liegt jedoch kein entsprechender Vorschlag vor. Eine BILD-Anfrage ließ Beckers Bester bisher unbeantwortet.

Das Unternehmen zählt mit einer Jahresproduktion von rund 46 Millionen Litern zu den zehn größten Fruchtsaftproduzenten in Deutschland und beschäftigt etwa 150 Mitarbeiter.

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