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Wolodymyr Selenskyj verkündet: „Russland verliert Initiative auf dem Schlachtfeld“

Wolodymyr Selenskyj verkündet: „Russland verliert Initiative auf dem Schlachtfeld“
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Kiew – Russland setzt seinen Krieg gegen das Nachbarland unvermindert brutal fort. Jede Nacht schießt Moskau Hunderte Sprengstoffdrohnen und Dutzende Raketen auf zivile Ziele in Kiew, Odessa oder Dnipro. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will endlich eine diplomatische Lösung finden – und sieht dafür jetzt eine einmalige Gelegenheit.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS News sagte er, Russland habe seit Dezember 2025 begonnen, „die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“. Man habe also eine Zeitspanne bis zum Winter für neue Verhandlungen. „Vor dem Winter müssen wir einen Weg finden – einen diplomatischen Weg, uns an einen Tisch zu setzen und miteinander zu sprechen.“ Der Präsident macht aus zwei Gründen Druck:

  • Erstens: Russlands Offensive in der Ukraine ist ins Stocken geraten. Erstmals verliert die Putin-Armee wieder erobertes Territorium. Eine gute Gelegenheit für Kiew, um aus einer Position der Stärke in Verhandlungen zu gehen.
  • Zweitens: Selenskyj will unter allen Umständen noch einen Kriegswinter verhindern – auch weil der letzte so schwer für das Land war. Nach russischen Angriffen auf Energieanlagen müssten Zehntausende Menschen wochenlang bei zweistelligen Minustemperaturen ausharren.

Das Problem: Trotz der ungünstigen Lage gibt es keinerlei Bereitschaft im Kreml, mit der Ukraine in Verhandlungen für einen Frieden treten zu wollen. Selenskyj setzt deshalb auf die USA – konkret: US-Außenminister Marco Rubio (55), Chefverhandler Steve Witkoff (69) und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner (45). Er hofft, dass sie nach Kiew kommen werden; womöglich schon innerhalb der kommenden zwei Wochen.

Es wäre ein wichtiges Signal. Denn: „Sie waren noch nie hier“, wie Selenskyj im Interview betonte. Und weiter: „Wir müssen eine amerikanische Verhandlungsdelegation in der Ukraine sehen. Ich glaube, das ist wichtig – nicht nur für uns“, sagte er. „Es ist auch für sie hilfreich, um die Situation zu verstehen, die Menschen zu sehen und zu erkennen, dass das Leben weitergeht, obwohl wir diesen Krieg beenden wollen.“

„Europa versucht, Russland zum Frieden zu bewegen“

Der ukrainische Präsident wiederholte, dass er bereit sei, Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) persönlich zu treffen – „wenn er ebenfalls dazu bereit ist“. Aber es brauche mehr Sanktionen und mehr Druck auf den Präsidenten, bevor er zu einem Dialog bereit sei.

„Die stärkste Position wäre ein Verhandlungsformat mit der Ukraine, Russland, den Vereinigten Staaten und Europa“, sagte Selenskyj. „Aber wir müssen mit den Gegebenheiten arbeiten.“ Immerhin versuche Europa derzeit, „einen Weg zu finden, Russland zum Frieden zu bewegen“. Auf die Frage, ob Russland jemals zu einer Verhandlungslösung bereit sein werde, zeigte sich Selenskyj zuversichtlich: „Ja, natürlich.“

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