Lob fĂŒr den Kanzler, stehende Ovationen fĂŒr den US-AuĂenminister â und herbe ErnĂŒchterung nach dem "Seufzer der Erleichterung": Auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC) kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einer Grundsatzrede den Kulturkampf der US-Regierung und bot dennoch eine Erneuerung des transatlantischen VerhĂ€ltnisses an, wĂ€hrend US-AuĂenminister Marco Rubio die kulturelle Verwurzelung der USA in Europa pries und den EuropĂ€ern dennoch bedingungslose Gefolgschaft zur US-amerikanischen Machtpolitik abverlangte. Wie steht es wirklich um das VerhĂ€ltnis zwischen Europa und den USA â und welche Rolle spielt Deutschland dabei?
In einer Sonderausgabe von diskutieren Heinrich Wefing und Peter Dausend mit ihren ZEIT-Kolleginnen Lea Frehse und Rieke Havertz sowie dem Leiter des American-German Institute, Jeff Rathke, ĂŒber die Ergebnisse der MSC. Gibt es die regelbasierte Ordnung, an der die EuropĂ€er festhalten wollen, ĂŒberhaupt noch? Stehen die USA zur nuklearen Abschreckung, oder brauchen die EuropĂ€er einen eigenen atomaren Schutzschirm? Haben sich die EuropĂ€er mit ihren stehenden Ovationen fĂŒr Rubio selbst gedemĂŒtigt? Die Diskussion greift aber noch andere Themen auf, die bei der Konferenz eine Rolle spielten: die Dringlichkeit weiterer Hilfe fĂŒr die Ukraine, einen drohenden MilitĂ€rschlag gegen den Iran â und die Frage, ob die kĂŒnstliche Intelligenz nicht nur zu schnell fĂŒr Demokratien ist, sondern auch fĂŒr demokratisch verfasste Armeen. Und natĂŒrlich benennen die fĂŒnf am Roundtable auch ihre persönlichen Tops und Flops der MSC.
Bevor Jeff Rathke die Leitung des American-German Institute (AGI) ĂŒbernahm, war er mehr als 20 Jahre lang im AuswĂ€rtigen Dienst der USA beschĂ€ftigt. Er arbeitete unter anderem in den Botschaften in Russland und Deutschland und war im Stab des damaligen Nato-GeneralsekretĂ€rs Anders Fogh Rasmussen tĂ€tig. Das AGI ist der einzige amerikanische Thinktank, der sich ausschlieĂlich mit den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland befasst.
Am kommenden Freitag erscheint eine neue Ausgabe von  In dem Podcast sprechen wir jede Woche ĂŒber das, was die Politik beschĂ€ftigt, erklĂ€ren die HintergrĂŒnde, diskutieren die ZusammenhĂ€nge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast â und einem GerĂ€usch. Neben Peter Dausend und Ileana Grabitz sind auch Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing als Gastgeber zu hören.Â