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DGB-Konzept: Die Renten-Alternative von Kühnert, Lang und Fahimi

DGB-Konzept: Die Renten-Alternative von Kühnert, Lang und Fahimi
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Berlin – Es ist der Gegenentwurf zur Regierung: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) legt sein eigenes Rentenkonzept vor. Die Botschaft: Mehr Rente – ohne längere Arbeit. Die Gewerkschaft verspricht 70 bis 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens im Ruhestand. Bezahlt von Gutverdienern und Arbeitgebern.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi ließ parallel seit Jahresbeginn eigene Fachleute beraten. Mit dabei: die Grünen-Politikerin Ricarda Lang und der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Ihr Auftrag: eine Alternative zu den Regierungsplänen entwickeln.

Ricarda Lang und Kevin Kühnert als Renten-Experten

Das Ergebnis: Die Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten anzubieten. In der gesetzlichen Rente soll das Rentenniveau von heute 48 zunächst auf 50 Prozent steigen, im nächsten Schritt auf 53 Prozent.

Gutverdiener und Arbeitgeber sollen dafür zahlen

Die Kosten sollen durch „leicht erhöhte Beiträge“ sowie einen höheren Zuschuss aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Für diesen „Demografiezuschuss“ wiederum sollen „hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitaleinkünfte“ herangezogen werden.

Außerdem sollen mehr Menschen in die gesetzliche Rente einzahlen: Selbstständige und Politiker sollen mit ihren Beiträgen zukünftig die Rentenkasse auffüllen. Wesentlicher Unterschied zum Regierungskonzept: keine Rente mit 70!

Regierung setzt auf drei Säulen

Erst am Dienstag hatte die offizielle Rentenkommission der Bundesregierung ihre 33 Empfehlungen vorgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) kündigten an, das Maßnahmenbündel zügig und vollständig umzusetzen.

Das Konzept der Regierungskommission verlässt sich nicht nur auf gesetzliche und betriebliche, sondern als dritte Säule auch auf die private Altersvorsorge. Und peilt 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Rentenhöhe an.

Dafür sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen zwei Prozent des Bruttolohns einzahlen. Anders als bei den DGB-Plänen soll das Rentenalter schrittweise weiter auf 70 Jahre steigen.

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