Politik

Donald Trump: Viel Tamtam beim Xi-Empfang

Donald Trump: Viel Tamtam beim Xi-Empfang
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18 Grad zeigte das Thermometer am späten Mittwochnachmittag, doch Donald Trump (80) war dick eingepackt. Mantel über dem Anzug, Lederhandschuhe an – so schritten er und First Lady Melania (56, in Heels von Christian Louboutin) über den rund 30 Meter langen Roten Teppich. Und zwar bis direkt vor den Flieger von Staatsgast Xi Jinping (73).

Der stieg mit seiner Frau Peng Liyuan (63) aus der Air-China-Maschine und winkte erstmal. Auch die Treppe runter, wo der US-Präsident wartete. Ein Handschlag hier, ein paar warme Worte da. Das alles zwischen der herausgeputzen Ehrengarde in Parade-Uniformen und weiteren Würdenträgern. Die Nationalhymnen spielten, zwei B1-Bomber donnerten über den Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der Hauptstadt Washington. Und auf dem Rollfeld hatte Trump noch mehrere Kampfjets positionieren lassen. Viel Tamtam also beim Xi-Empfang.

Säuseleien auf beiden Seiten

Der Chinese, in dessen autoritär regiertem Land Menschenrechte und Pressefreiheit zarte Pflänzchen sind, ist auf dreitägigem Staatsbesuch. Sein erster seit über einem Jahrzehnt. Die US-Regierung sprach von einem „Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern“.

In einer Xi-Erklärung wurde anlässlich der Ankunft gesäuselt: „Die große Wiederbelebung der chinesischen Nation und das Ziel, Amerika wieder groß zu machen, können Hand in Hand gehen.“ Dabei könne die gesamte Welt profitieren. Und Trump flötete auf die Frage, warum er den 73-Jährigen und dessen Frau am Flugzeug persönlich empfangen habe: „Ich glaube, sie wissen das zu schätzen, sie sind großartige Menschen.“

Es geht auch um das Thema KI

Ob es auch hinter den Kulissen – abseits von Militär-Show und Staatsbankett – so behaglich wird, darf bezweifelt werden. Die beiden Supermächte befinden sich in einem Zoll- und Handelsstreit. Außerdem werden Waffen und Technik der alten Rivalen in Kriegen in der Ukraine bzw. im Nahen Osten eingesetzt. Und dann ist da noch das Thema Künstliche Intelligenz. Während zahlreiche prominente US-Tech-Größen das Tempo bei der Entwicklung verlangsamen wollen, weiß im Prinzip niemand, was im abgeschotteten China in Sachen KI passiert.

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