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Erster Ebola-Fall in Frankreich: Arzt kam aus dem Kongo zurück

Erster Ebola-Fall in Frankreich: Arzt kam aus dem Kongo zurück

Paris – Unser Nachbarland Frankreich hat einen ersten Fall von Ebola gemeldet – und wieder ist es ein Arzt, der sich mit dem potenziell tödlichen Virus infiziert hat. Er war aus der Demokratischen Republik Kongo von einem humanitären Einsatz zurückgekehrt.

Das teilte das französische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Der Betroffene sei unter Sicherheitsvorkehrungen in ein Krankenhaus transportiert und dort isoliert worden. Wo genau er sich aufhält, wurde nicht gesagt. Jetzt werde man mögliche Kontaktpersonen ausfindig machen. Sie sollen dann drei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen.

Kein Impfstoff gegen Ebola-Variante

Derzeit grassiert die Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Die Übertragung von Ebola geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Bis zu 40 Prozent der Infizierten sterben. Der Zustand des Arztes ist laut Behörden stabil.

Fast 280 Tote in der DR Kongo

Es ist der erste Mal seit Beginn der jüngsten Epidemie, dass Ebola außerhalb des afrikanischen Kontinents diagnostiziert wurde. Nach offiziellen Angaben beträgt die Zahl der bestätigten Infektionen allein in der DR Kongo knapp 1100. Fast alle Infektionen und Todesfälle traten in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes auf, wo ein bewaffneter Konflikt tobt. Fast 280 Infizierte kamen ums Leben. Das Virus breitete sich auch auf das Nachbarland Uganda aus, wo die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 20 Infektionen und zwei Todesfälle verzeichnete.

Zu Beginn der Epidemie waren die kongolesischen Krankenhäuser schnell überlastet. Auch die von der WHO und mehreren NGOs eingerichteten Ebola-Behandlungszentren sind fast voll. Im Mai war ein mit Ebola infizierter US-Arzt aus der DR Kongo in die Berliner Charité gebracht worden. Nach gut zweiwöchiger Behandlung auf einer Isolierstation konnte er Anfang Juni gesund entlassen werden. Für die europäische Bevölkerung gilt das Ansteckungsrisiko als gering.

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