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Erstochener Student: Marius (22) ruht unter einem mächtigen Ahornbaum

Erstochener Student: Marius (22) ruht unter einem mächtigen Ahornbaum
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Landstuhl (Rheinland-Pfalz) – Unter einem mächtigen Ahornbaum liegt ein Herz aus Rosen. Am Stamm ist ein schlichtes Schild befestigt worden. Darauf: sein Name und das Todesdatum. Hier, im Ruhehain seiner Heimatstadt Landstuhl, wurde Marius Dick (22) am Samstag beigesetzt. Ein gleichaltriger Afghane erstach den Studenten am 15. Juli 2026 in Trier. Anscheinend ohne Grund.

Mehr als 500 Trauernde waren um 11 Uhr in die katholische Kirche St. Markus in Landstuhl (Rheinland-Pfalz) gekommen. Tapfer nahmen die Eltern des so furchtbar aus dem Leben gerissenen jungen Mannes schon vor dem Gottesdienst zahlreiche Beileidsbekundungen entgegen. Mutter Elke (56) wirkte stark und gefasst, als der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert (63, CDU) kondolierte. Vater Thomas Dick (59) sagte nach der Beisetzung von Marius: „Eure Umarmungen heute haben uns viel Kraft und Energie gegeben. Sonst würden wir zusammenbrechen.“

„Danke, dass du bei uns warst“

In einer kurzen Rede fügte er hinzu: „Marius, danke, dass du 22 Jahre bei uns warst und uns begleitet hast. Wir vermissen dich.“ Bevor der Vater weitersprechen konnte, musste er eine kurze Pause machen, Kraft für seine Worte finden. „Ich hoffe, es geht dir gut, wo du jetzt bist“, sagte er dann.

Eindringlicher Appell an Politik

Thomas Dick wandte sich mit einem eindringlichen Appell auch direkt an die Politik: „Ich hoffe, dass Marius’ Tod ein Symbol dafür sein wird, dass wir etwas verändern sollen und können, damit die Gewalt ein Ende hat.“ Es seien schon vor seinem Sohn zu viele Menschen unter ähnlichen Umständen getötet worden.

Mutter Elke, die seit Jahren ehrenamtlich für die CDU arbeitet, forderte in einem BILD-Gespräch „echte Lösungen, damit so etwas nie wieder passieren und der nächste Mord vermieden werden kann“. Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat seine Unterstützung in dem Fall zugesagt.

Afghane erstach Marius mit großem Küchenmesser

Marius hatte viele Pläne und große Träume – doch Sajad M. (22) machte sie alle zunichte. Der eigentlich als gut integriert geltende Flüchtling griff den Geschichtsstudenten in der Nähe des Uni-Campus Trier auf einem Fußgängerweg mit einem Messer an. Marius wurde von einem ihm völlig Fremden und ohne jeden Grund getötet. Die unfassbare Tat bewegt ganz Deutschland.

Der Afghane befindet sich derzeit in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie. Laut Staatsanwaltschaft könnte er wegen einer psychischen Erkrankung nur eingeschränkt schuldfähig sein. Dennoch wird wegen Totschlags gegen ihn ermittelt. Er gestand die Tat, schweigt aber zum Motiv. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft laufen auf Hochtouren.

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